Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Vor einem Haßlocher Wunder kommt der Spitzenreiter

Kevin Seelos hat viel Personalarbeit zu leisten.
Kevin Seelos hat viel Personalarbeit zu leisten.

Kevin Seelos hat als Sportchef der TSG Haßloch viel Personalarbeit zu leisten. In welcher Liga wird der Verein landen? In ganz anderen Sphären schwebt Gegner HG Saarlouis.

Die Ausgangslage bleibt schwierig, fast aussichtslos. Trotz des Sieges gegen die HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II. Der Sport hat auch schon Wunder vollbracht. Aber daran denkt Kevin Seelos, der Sportliche Leiter der TSG Haßloch, derzeit nicht vor dem Gastspiel der HG Saarlouis am Samstag (19.30 Uhr) im TSG-Sportzentrum.

„Wenn uns gegen den Tabellenersten etwas gelingen sollte, dann muss schon sehr viel passieren“, sagt das 38 Jahre alte TSG-Urgestein. Er freut sich auf das Saar-Pfalz-Derby: „Auch wenn diesmal die Rollen klar verteilt sind, habe ich gegen Saarlouis immer wieder gerne gespielt.“ Es gibt ein Wiedersehen mit Daniel Schlingmann, der einst das Tor der Bären hütete. Seit dem 25. Oktober ist Saarlouis ungeschlagen. „Es ist wichtig, dass unsere Mannschaft vor eigenem Publikum sich so lange wie möglich wehrt“, sagt Seelos. Dabei wird Cheftrainer Philip Rogawski voraussichtlich auf Loic Modzinski (Oberschenkel) und Niklas Klein (Knie) verzichten müssen.

Kommen und Gehen

Ob die „Bären“ noch den drittletzten Tabellenplatz zu einer möglichen Relegation erreichen, bleibt abzuwarten. Derzeit sind es sechs Zähler zu den SGSH Dragons, die diesen Platz besetzen. Die Dragons haben sich in der Winterpause nochmals personell verstärkt. Auf so eine Aktion hat Seelos bewusst verzichtet: „Der Markt hat uns hierzu keine Möglichkeiten gelassen.“ Stattdessen konzentrierte sich der Ex-Spieler, der nach dem Ausscheiden seines Onkels Thomas Müller die Aufgabe des Sportchefs hat, auf die Personalplanung für die kommende Spielzeit.

Acht Akteure werden in der kommenden Spielzeit nicht mehr das Trikot der TSG Haßloch tragen. Neben Tino Gläßgen (Handballpause) Florian Pfaffmann und Lukas Klein, die zum TV Offenbach zurückkehren. Noa Zeimet schließt sich dem Ligarivalen HLZ Friesenheim-Hochdorf an, während Yannik Treiber nur noch als Backup der Mannschaft zur Verfügung stehen wird. Julius Herbert beendet aus beruflichen Gründen seine Karriere.

Die Personalie Niklas Klein

Noch ohne neuen Verein ist Sebastian Wieland. Für einen Paukenschlag sorgte im Lager der TSG der angekündigte Wechsel von Niklas Klein zum Süd-Drittligisten HG Oftersheim-Schwetzingen. „Es ärgert mich mächtig, wenn Verträge nicht mehr eingehalten werden“, sagte Seelos. Er hat kein Verständnis, dass sich der neue Verein, trotz der bekannten Fakten, unverändert um den Spieler bemüht habe.

Aber Seelos konnte jetzt auch schon die ersten Neuzugänge bekanntgeben. Vom Süd-Drittligisten Sasse3 Leutershausen kommt der erfahrene Kreisläufer Nikola Sorda ins Großdorf. Ebenfalls seine Zusage hat Roy James, der nach seinem Wechsel vom HLZ Friesenheim-Hochdorf jetzt beim Regionalligisten TV Willstätt am Ball ist, gegeben. Darüber hinaus werden Mark Hartmann (Rhein-Neckar Löwen II) und David Wolsiffer (VTV Mundenheim) künftig das TSG- Trikot tragen. Dennis Gregori kehrt aus dem Handball-Ruhestand auf das Spielfeld zurück.

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