Neustadt Von Chören und Kaisern
Die Konzertreise der „Chorgemeinschaft Salten“ in den USA vor 30 Jahren ist eines der Themen im 94. Heft der „Haßlocher Heimatblätter“. Um Kaiserbesuche in Haßloch im Mittelalter, den Maler Heinz Brzoska und die Zeit der Landespolitikerion Helma Schmitt in Mainz drehen sich weitere Beiträge.
Wolfgang Hubach berichtet über die Konzertreise der „Chorgemeinschaft Salten“ 1986 nach Kalifornien, an der er auch selbst teilnahm. „Mer fahren uff Amerika“, heißt es in einem Kinderlied – und so hieß es auch bei den Sängern der „Chorgemeinschaft Salten“, als bekannt wurde, dass Dirigent Siegfried Salten zum Jubiläum der Partnerstadt Ludwigshafens, Pasadena in Kalifornien, mit einem Männerchor die Feier umrahmen sollte. Mit Sängern aus seinen vier Vereinen, dem Chor der BASF, dem Männergesangverein Mundenheim, der Germania Rheingönnheim und der Sängervereinigung Haßloch, stellte er eine 52 Mann starke Gruppe unter dem Namen „Chorgemeinschaft Salten“ zusammen. Auch in San Francisco trat der Chor auf. Ein Abstecher nach Washington schloss die erlebnisreiche Amerikafahrt ab. Über ihre Zeit im Landtag von 1979 bis 1995 berichtet Ökonomierätin Helma Schmitt. Neben ihrem Engagement bei landwirtschaftlichen Themen geht es um ihre Arbeit im Petitionsausschuss, im Arbeitskreis Soziales und Frauen, in der Strafvollzugskommission. 1989 wurde Helma Schmitt, die 1991 bis 1995 Landtagsvizepräsidentin war, mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Über Kaiserbesuche in Haßloch schreibt der frühere Museumsleiter Bernd Ruckdeschel. Gegen Ende des 12./Anfang des 13. Jahrhunderts besuchten, wie Urkunden belegen, drei große Stauferkaiser das Königsgut Haßloch. Im November 1186 war auch Friedrich I. Barbarossa, zu Gast. Dass König Maximilian in Haßloch auf die Jagd ging, geht aus einem Briefwechsel mit dem Kurfürsten hervor. Über den Maler und Grafiker Heinz Brzoska berichtet Martina Zipp. Große Aufmerksamkeit zog er auf sich, als er die Fassade des Hauses Bahnhofstraße 57 bemalte. Nach der Neuanlage des Rathausplatzes 2003 wurde Brzoska mit dessen künstlerischer Ausgestaltung beauftragt. Um den Wasserlauf herum entstanden drei wasserspeiende Bronzeskulpturen. „Wovon Haßlocher Kommunalpolitiker nur träumen können“ heißt es in einem weiteren Beitrag: In der thüringischen Partnerstadt Gebesee wurde im Juni 2016 Peter Liebe (FDP) mit 92,3 Prozent der Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Die restlichen neun Bewerber konnten zusammen gerade einmal 7,7 Prozent (entspricht 43 Wähler) für sich gewinnen. Die Wahlbeteiligung lag allerdings nur bei 32,9 Prozent. Der „Dääflbu“ ist auch ein Thema. Bei früheren Festumzügen war es üblich, dass vornweg vor jeder Gruppe ein Junge lief, der ein Täfelchen trug, auf dem der Name des nachfolgenden Vereins stand: Diese Aufgabe war immer eine besondere Ehre. Den Abschluss des Heftes bildet eine Aufstellung aus dem „Haßlocher Wörtermuseum“ über fast vergessene ortsübliche Ausdrücke. Heimatblätter Da das Heimatmuseum im Winter geschlossen ist, können die „Haßlocher Heimatblätter“ unter Telefon 06324/1291 oder 06324/5648 zum Preis von acht Euro erworben werden. |go