Breitensport TSG Haßloch: Ferienbetreuung mit Schweini und Schweinerella

Der innere Schweinehund Schweini ist nicht mehr alleine. Seine Freundin heißt Schweinerella.
Der innere Schweinehund Schweini ist nicht mehr alleine. Seine Freundin heißt Schweinerella.

Für zwei Wochen in den Sommerferien übernehmen Kinder das Kommando im Sportzentrum der TSG Haßloch. „Olympia in Haßloch“ lautet das Motto in der Kinderferienbetreuung . Da wird auch Schweini früh aufstehen müssen.

In der Kinderferienbetreuung der TSG Haßloch kommen in diesem Sommer mehr Jungen und Mädchen unter als in den Jahren zuvor. Dennoch ist das TSG-Angebot restlos ausgebucht, sowohl in der ersten Woche von 5. bis 8. August als auch in der Woche vom 12. bis 16. August. „Die Ferienbetreuung war innerhalb eines halben Vormittags ausgebucht“, erzählt Organisatorin Steffi Mense.

Insgesamt 80 Mädchen und Jungen sind für die zwei Wochen Ferienbetreuung angemeldet. Laut Mense sind es 55 Kinder pro Woche. „Früher hatten wir nur 50 Kinder in einer Woche“, sagt sie. Manche Mädchen und Jungen nähmen sogar in den gesamten zwei Wochen am Ferienprogramm teil. Mense: „Es gibt eine Warteliste. Aber es ist eher selten, dass jemand abspringt.“ Die Kinder sind im Alter von sechs bis 13 Jahren. „Und ab 14 Jahren dürfen sie als Helfer kommen“, ergänzt Steffi Mense und schmunzelt. „Ich habe jedes Jahr ein, zwei Jugendliche dabei, die als Helfer wiederkommen.“

Geschichten aus Paris

Eine sehr treue Seele in ihrem Helferteam sei Max Batteiger, der diesmal als Helfer sowie als Erzähler unterstütze. „Er ist immer da“, lobt Mense den 16-Jährigen, der vorher in Paris im olympischen Jugendlager des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) weilt. Laut DOSB veranstalten die Deutsche Sportjugend und die Deutsche Olympische Akademie mit dem Französischen Olympischen Komitee und mit Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerks vom 24. Juli bis 7. August ein binationales deutsch-französisches olympisches Jugendlager zu den Olympischen Spiele in Paris. Nachwuchsleistungssportler und ehrenamtlich Engagierte im Alter von 16 bis 19 Jahren, die dabei sein wollen, haben sich dafür bewerben müssen. Je 50 Jugendliche aus Frankreich und Deutschland erhalten die Chance, die Olympischen Spiele hautnah zu erleben, Wettkämpfe zu besuchen sowie an Workshops und Diskussionsrunden, sportlichen und kulturellen Aktivitäten teilzunehmen. So wird Max Batteiger den Kindern in der Ferienbetreuung viel zu erzählen haben.

Olympia ein Thema in Haßloch

Die Mädchen und Jungen werden ihre Zeit in der TSG Haßloch aber nicht nur mit Stillsitzen und Zuhören verbringen. Im Gegenteil. Kegeln, Turnen, Gestalten von T-Shirts und olympischen Fahnen, Schwimmen fürs Sportabzeichen im Badepark und Leichtathletikübungen stehen erneut auf dem Bewegungsprogramm. Doch die Olympischen Spiele sind in Haßloch ebenfalls ein großes Thema.

Die TSG orientiere sich immer am Ferien-am-Ort-Projekt, sagt Mense. Der Vorteil: Die Kinder, auch die, die kein TSG-Mitglied seien, seien so direkt versichert. Jedes Kind erhalte zudem ein T-Shirt „Bewegte Ferien vor Ort“. Doch dieses Motto sei ihr zu langweilig gewesen, sagt Mense.

Abteilungen stellen sich vor

Am Freitag, 9. August, heißt es nun „Olympia in Haßloch – unsere Sportler zeigen ihr Können“ beziehungsweise „Werde selbst zum Olympioniken“. Der Tag beginnt mit dem Einmarsch der Athleten, verrät Mense. Die TSG-Halle werde mit den von den Kindern gemalten olympischen Fahnen geschmückt. Viele Abteilungen der TSG Haßloch wollten sich präsentieren. „Leichtathleten wollen eine Hochsprunganlage aufbauen und Hochsprung zeigen“, erzählt Mense. In der Gerätehalle präsentierten Kunstturnerinnen ihr Können. Auf der Kegelbahn seien die Kegler im Einsatz. Unter anderem Badminton- und Tischtennisspieler hätten sich ebenfalls angekündigt. Und in der zweiten Ferienwoche, so Mense, stellten sich ebenfalls die Gewichtheber vor. „Die Kinder können zuschauen, wie es richtig geht“, sagt Steffi Mense. „Und nach dem Frühstück können sie sich selbst in der jeweiligen Sportart ausprobieren.“ Es seien nahezu alle TSG-Abteilungen vertreten. Mense: „Für die Abteilungen ist es eine Möglichkeit, für sich Werbung zu machen. Ich glaube, das wird richtig toll. Wir wollen dazu die Tribüne in der Halle ausfahren.“

Der innere Schweinehund

Mit dabei ist auch wieder Schweini, der innere Schweinehund. Und der ist diesmal nicht alleine, hat er doch neuerdings eine Freundin, die ihm erstaunlich ähnlich sieht: Schweinerella. Das ist der Mutter von Steffi Mense zu verdanken. „Meine Mutter ist in ihrem Ort im Münsterland für ihr ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet worden“, erzählt Steffi Mense. Dabei habe sie einen Schweinehund geschenkt bekommen. „Und weil sie von meinem Engagement und Schweini weiß, hat sie mir Schweinerella überlassen“, ergänzt die TSG-Organisatorin und lacht. Schweini und Schweinerella haben schon einen gemeinsamen Auftritt erfolgreich gemeistert, waren bei der Sportabzeichen-Ehrung kurz vor Weihnachten im Einsatz.

Übrigens: Die TSG Haßloch macht es den Eltern leicht, die ihre Kinder nicht exakt zu einer bestimmten Uhrzeit in die Ferienbetreuung bringen oder dort abholen können. Eine „Flexzeit“, eine flexible Bring- und Abholzeit, gibt es morgens von 7.30 bis 8.15 Uhr und am Mittag von 13 bis 13.30 Uhr.

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