Neustadt Stein am Mittelpunkt der Weinstraße wird versetzt
Wer sich von Maikammer kommend Diedesfeld nähert, hat es vielleicht schon bemerkt: Der Stein, mit dem in der Nähe des Ortseingangs der Mittelpunkt der Deutschen Weinstraße markiert wird, ist von einem Flatterband umgürtet, ein Schild weist den Bereich als Baustelle aus. Der Stein ist aber nicht etwa sanierungsbedürftig, er soll vielmehr demnächst versetzt werden, wie Diedesfelds Ortsvorsteher Volker Lechner auf Anfrage sagt. Hintergrund ist allerdings nicht, dass bei Berechnungen herausgekommen wäre, dass der Mittelpunkt der Weinstraße an anderer Stelle wäre. Nein, der Stein soll einfach die Straßenseite wechseln. Lechner sagt, das habe der Ortsbeirat beschlossen, denn der bisherige Standort sei als nicht optimal wahrgenommen worden. Denn dort, auf der östlichen Straßenseite, verläuft kein Weg. Wer sich mit dem Stein fotografieren wolle, müsse die Straße überqueren. Die Bank, die bei dem Stein steht, sei zudem mittlerweile marode. An seinem künftigen Platz, am westlichen Straßenrand, befindet sich hingegen ein Weg, der Stein wird dadurch besser zugänglich. Dennoch habe dies auch zu Kopfzerbrechen im Ortsbeirat geführt, erzählt Lechner. Es stand die Frage im Raum, wie genau der Stein platziert werden sollte: mit der Inschrift zum Fuß- und Radweg oder zur Straße?
Das Problem sei dadurch gelöst worden, dass sich ein Diedesfelder bereiterklärt habe, die Inschrift auch auf die Rückseite zu meißeln, so dass auf beiden Seiten exakt das gleiche zu sehen sei. Reiner Baßler habe 80 Stunden ehrenamtliche Arbeit dafür investiert, würdigt Lechner das Engagement des Diedesfelders. Dadurch habe man viel Geld gespart, freut sich der Ortsvorsteher über die Hilfe Baßlers.