Neustadt St. Josef wird profaniert: Letzte Kirchenführung und letzter Gottesdienst

Pfarrer Michael Janson in der Josefskirche, die ihren Status als sakrales Gebäude verliert.
Pfarrer Michael Janson in der Josefskirche, die ihren Status als sakrales Gebäude verliert.

St. Josef in Neustadt wird als Kirche aufgegeben. Dafür kommt Bischof Karl-Heinz Wiesemann am Samstag, 22. November, um 18 Uhr zum Gottesdienst. Die Stunden davor werden von der Gemeinde gestaltet. Gläubige haben dabei Gelegenheit, von dem Gotteshaus Abschied zu nehmen, das sich die Gemeinde nicht mehr leisten kann. Geöffnet wird die Kirche schon um 13 Uhr. Um 13.30 Uhr ist eine Andacht geplant – mit Raum für Stille, wie Pfarrer Michael Janson mitteilt. Um 15 Uhr wird eine Kirchenführung angeboten. Ab 16 Uhr erklingt Orgelmusik, ab 17 Uhr herrscht Stille, um persönliche Gebete zu ermöglichen.

In der Kirche wird eine Pinnwand stehen. Besucherinnen und Besuchern können auf Zetteln festhalten, was sie mit der Josefkirche verbinden. „Sie können Grüße und Gedanken formulieren, auch was sie der Josefskirche noch sagen möchten“, so Janson.

Im Bereich des Altars wird eine Girlande aus Grünpflanzen angebracht. Besucher sind eingeladen, eine Blüte oder einen Zweig mitzubringen und in diese Girlande zu stecken. Damit soll ein buntes Zeugnis derer entstehen, die an diesem Tag in der Josefskirche waren.

Am Ende des Gottesdienstes, nachdem das Profanierungsdekret verlesen wurde, wird der Altar abgeräumt. Das ewige Licht und die zwölf Apostelkerzen, die in den Seitenschiffen brennen, werden gelöscht. Der Bischof verlässt, die geweihten Hostien mit sich tragend, mit dem liturgischen Dienst die Kirche. Die Hostien werden am Mittwoch, 26. November, zum Gottesdienst nach St. Bernhard gebracht. Der Gemeindeausschuss möchte ein Leporello gestalten, das dem Andenken an die Kirche dient.

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