Direkt gefragt
Rudi Brendel über die Ziele des aufstrebenden SV Geinsheim
Der SV Geinsheim schloss den 24. Spieltag der Fußball-Bezirksliga Vorderpfalz am Montagabend mit einem 2:1-Heimsieg gegen den TuS Mechtersheim II ab und hat damit weiterhin nur drei Punkte weniger als der Tabellenzweite TSG Jockgrim auf dem Konto. SVG-Trainer Rudi Brendel freut sich nun auf das direkte Duell mit den Südpfälzern am kommenden Sonntag, 15 Uhr, in Jockgrim.
Herr Brendel, gegen Mechtersheim geriet Ihre Mannschaft in der 22. Minute durch einen vom früheren Niederkirchener Kerem Karademir verwandelten Foulelfmeter mit 0:1 in Rückstand, aber bereits acht Minuten später stand es nach Toren von Steffen Wiegerling (22.) und Philipp Hirth (30.) 2:1, und dabei blieb es. Zeigt das, dass es in der Mannschaft stimmt?
Absolut. Unser Sieg war auch verdient. Mit entscheidend war, dass mir fast der komplette Kader zur Verfügung stand. So konnte ich es mir auch erlauben, starke Spieler wie Max Stoll und Simon Schreck vorerst auf der Bank zu lassen.
Schiedsrichterin Lina Martin zeigte achtmal die Gelbe Karte, zweimal die Gelbe Karte plus und ganz am Schluss noch eine Rote Karte gegen einen Mechtersheimer. Ging es so unfair zu?
Nein, es war einfach ein intensives Spiel.
Nach der 1:3-Niederlage bei Spitzenreiter Südwest Ludwigshafen und der 0:5-Heimschlappe im Nachholspiel gegen TuS Altrip betrug der Rückstand zur TSG Jockgrim vor drei Wochen noch acht Punkte. Jetzt ist Geinsheim wieder dran und kann am Sonntag im Falle eines Sieges mit den Gastgebern gleichziehen. Ist der Wiederaufstieg in die Landesliga jetzt das Ziel?
Uns hatte schon nach dem 6:6 im ersten Punktspiel nach der Winterpause in Bellheim niemand mehr auf der Rechnung, weshalb die Mannschaft ohne Druck nach Jockgrim fährt. Wir wollen einfach das Bestmögliche erreichen.
In der Vorrunde gewann Geinsheim gegen Jockgrim am 5. Oktober mit 2:1. Ist ein erneuter Sieg auch auswärts möglich?
Ich habe die TSG am Sonntag bei ihrem 1:0-Erfolg in Queichhambach beobachtet und kenne ihre Stärken und Schwächen. Wir haben durch drei Siege in Folge einen Lauf. Alles ist möglich.
Wie weit sind die Pläne für die kommende Saison 2026/2027?
Mit Johannes Remm vom FSV Offenbach haben wir inzwischen einen weiteren derzeitigen A-Junior verpflichtet. Wir bleiben bei unserem Konzept, auf junge Talente zu setzen.
Interview: Thomas Dill-Korter