Neustadt Rollstuhlgerechter Transporter für die Camphill Lebensgemeinschaft Königsmühle

Einrichtungsleiterin Kirsten Völcker, Fahrer Stephan Giese und Spenderin Heidemarie Kiefer am neuen Bus zum Transport der Bewohn
Einrichtungsleiterin Kirsten Völcker, Fahrer Stephan Giese und Spenderin Heidemarie Kiefer am neuen Bus zum Transport der Bewohner.

„Endlich haben wir ein Transportfahrzeug, in dem auch unsere Rollstuhlfahrer ohne Probleme mitfahren können“, kommt es wie ein Stoßseufzer aus dem Mund von Hans Kiefer, einem Mitglied des Förderkreises Camphill Lebensgemeinschaft Rheinland-Pfalz.

Ein silbrig-glänzender Ford Transit Custom mit Sitzplätzen für fünf Passagiere und einen Rollstuhlfahrer gehört seit Kurzem zum Fuhrpark der Lebensgemeinschaft in der Königsmühle. „Das war ein echter Glücksfall, dass wir das Fahrzeug mit dieser speziellen Ausstattung auf dem Gebrauchtwagenmarkt gefunden haben“, erzählt Stephan Giese, der als Leiter der Haustechnik auch für den Fuhrpark zuständig ist. Besonders die Ausstattung mit der elektrischen Hebebühne mit Rampe, die es jedem Rollstuhlfahrer ohne manuelle Unterstützung beim Schieben möglich macht, in das Fahrzeug zu gelangen, ist seiner Aussage nach „genau das, was uns hier gefehlt hat“.

Im Moment sind drei der Bewohner der Königsmühle auf den Rollstuhl angewiesen. Durch den neuen Transporter können sie künftig ohne Hilfe von außerhalb zu ihren Arztbesuchen gefahren werden oder auch an gemeinschaftlichen Ausflügen teilnehmen. „Ob sie damit im Sommer einfach mal in die Stadt gefahren werden, um ein Eis zu schlecken, oder ob es zu einem Ausflug in den Haßlocher Vogelpark oder den Landauer Zoo geht, jetzt kann da ohne Probleme auch ein Rollstuhlfahrer dabei sein“, erläutert Heidi Kiefer, ebenfalls vom Förderkreis. Von ihr und ihrem Mann kam im Grunde genommen auch der Anstoß, sich um ein rollstuhlgerechtes Fahrzeug zu bemühen. Der Sohn des Ehepaars Kiefer lebte selbst mehr als 30 Jahre in der Lebensgemeinschaft. Ihre Dankbarkeit darüber, dass er in der Königsmühle trotz seiner Einschränkungen ein erfülltes Leben in einer familienähnlichen Gemeinschaft leben konnte, drücken die beiden unter anderem auch durch ihr Engagement im Förderkreis und Stiftungsrat aus.

Weiterer Umbau geplant

„Als uns beim Johanni-Fest im vorletzten Jahr unser Sohn, der bis dato immer noch ganz gut zu Fuß war, im Rollstuhl begrüßte, fassten wir auf der Heimfahrt gleich den Entschluss, wir sorgen dafür, dass die Königsmühle auch ein Fahrzeug für ihre Rollstuhlfahrer bekommt“, erinnern sich die beiden. Obwohl ihr Sohn mittlerweile verstorben ist, ließen sie nicht locker, warben um Spenden und stellten auch selbst eine maßgebliche Summe zur Verfügung, damit der Traum von einem „Rollstuhlfahrerbus“ wahr werden konnte.

Für einen noch geplanten Umbau im Inneren des Transporters, der einen zweiten Rollstuhlplatz ermöglichen soll, würde sich der Förderkreis über Spenden freuen: IBAN DE 54 5455 0010 0001 5637 41 Förderkreis Camphill, Stichwort „Rollstuhlbus“.

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