Handball
Regionalliga Südwest: Damen der TSG Haßloch auf Kurs
Nach dem die Sieben von Trainer Benedikt Hettich die letzte Partie gegen HC Koblenz souverän mit 29:21 (17:11) gewinnen konnten und damit in dieser Saison weiterhin ungeschlagen bleibt, steht am kommenden Samstag die nächste Herausforderung an. Erfolgreichste Torschützin war Meike Freitag mit sechs Treffern.
Beim bisher ebenfalls ungeschlagenen Tabellenzweiten HSG DJK Marpingen-Alsweiler wollen die „Blau-Weißen“ ihre bisher erfolgreichste Saison mit dem nächsten Sieg krönen. „Ich traue den Mädels das zu, wir werden aber noch eine zusätzliche Trainingseinheit am Donnerstag haben, um optimal für Marpingen eingestellt zu sein“, erklärte Hettich, nach der Partie gegen die Rheinländerinnen.
Haßloch mit Tempo
Vor eigener Kulisse kam Haßloch zunächst etwas schwer ins Spiel, hatte in den ersten 12 Minuten Mühe, sich etwas abzusetzen. Erst nach einem Dreierschlag der Rückraumachse Ina Bühl, Maike Freitag und Maike Fetzner, dem Trio mit Drittliga-Erfahrung, gelang es sich erstmals mit vier Toren auf 10:6 (15.) abzusetzen.
Haßloch setzte auch diesmal wieder auf hohes Tempo und suchte über das schnelle Umschaltspiel zu den Toren zu kommen. Das lief nicht immer so, wie es sich Trainer Hettich vorgestellt hatte. Aber mit zunehmender Spieldauer agierten die „Bärinnen“ deutlich entschlossener als in den ersten Spielminuten, spielten gekonnt ihre Möglichkeiten aus und zogen auch bis zum Halbzeitpfiff deutlich davon.
Frey übernimmt
Dabei zeichnete sich auch Tabea Frey aus, die ebenfalls mit drei Toren in Folge auf 14:7 erhöhte, was die Mannschaft vom deutschen Eck nur wenig entgegenzusetzen hatte. Haßloch setzte uneingeschränkt auf Tempohandball und spielte so seine Möglichkeiten aus. Nicht immer zum erhofften Torerfolg.
„Wir hatten diesmal zu oft Wurfpech und sind auch an der gegnerischen Torhüterin gescheitert“, meinte Hettich, der hier mehr Präzision beim Abschluss wünscht. „Aber das Tempospiel bleibt unser Maßstab. Da müssen wir bei der Chancenverwertung konstanter werden“. Trotzdem kam Haßloch zu keiner Phase kaum in Bedrängnis.
Rückhalt Martinovic
Nach dem Anschluss von Lara Bienenfeld zum 14:11 waren die „Bärinnen“ wieder voll da. Lourdes Joao, Katharina Scheid und Anne Wild sorgten noch rechtzeitig vor dem Pausenpfiff für den beruhigenden Sechs-Tore-Vorsprung. In Spielabschnitt zwei agierte Haßloch weiterhin überlegen in Abwehr und Angriff, konnte sich auch auf den starken Rückhalt von Medina Martinovic verlassen und kam sogar durch Imke Paul in der 50. Minute zu einem Neun-Tore-Vorsprung.
Trotzdem war Hettich nach der Torflut nicht ganz zufrieden. Genau 58 Würfe waren es auf das gegnerische Tor nach 60 Minuten. „Daran müssen wir noch arbeiten, aber ansonsten habe ich das Gefühl, dass sich die Mannschaft auf das nächste Spiel in Marpingen freut“, so Hettich. Es ist das Spiel um alles oder nichts.
Nachdem die „Bärinnen“ nach den beiden Unentschieden gegen den kommenden Gegner in der eigenen Halle sowie gegen Bretzenheim zwei Negativzähler auf ihrem Konto haben, muss die Partie gewonnen werden, um die Meisterschaft und die Relegation weiter im Blick zu halten. „Ich habe ein gutes Bauchgefühl, die Mädels freuen sich darauf und ich traue ihnen den Sieg im Saarland zu“, sagte Hettich.