Radsport RHEINPFALZ Plus Artikel Pumptrack: Anlage beim RV Edelweiß Deidesheim macht Fortschritte

Jeder weiß, was er zu tun hat: beim RV Edelweiß Deidesheim entsteht ein Pumptrack.
Jeder weiß, was er zu tun hat: beim RV Edelweiß Deidesheim entsteht ein Pumptrack.

Die vielen Freiwilligen schaufeln, klopfen und rütteln für den Pumptrack. Vereine und Kommune arbeiten Hand in Hand. Wie es weitergeht und was sie beachten.

Nach dem Naturtrail dürfen sich die Mountainbike-Freunde auf das nächste Projekt freuen. Derzeit sind einige engagierte Mitglieder des Radfahrerverein (RV) Edelweiß Deidesheim dabei, am Rande der Bezirkssportanlage auf einer Nebenfläche der TSG Deidesheim einen Pumptrack zu errichten.

Ein Pumptrack ist ein durchgehender Rundkurs mit Steilkurven und Wellen, der mit Mountainbikes, BMX-Rädern, Dirtbikes oder auch mit Skateboards und Inlineskates befahren werden kann. Pumptracks eignen sich hervorragend, um grundlegende Fahrtechniken zu erlernen. Er ist so konzipiert, dass man ihn ohne Treten befährt und durch Auf- und Abwärtsbewegungen des Körpers, das sogenannte „Pumpen“, Schwung erzeugt.

Die Strecke kann mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten befahren werden und ist daher sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet. Ein Projekt, das vielen Mitgliedern am Herzen liegt. Es ist zugleich ein Novum und soll eine Bereicherung des Sportangebotes in der Verbandsgemeinde Deidesheim werden.

TSG Deidesheim kooperiert

Denn dies dient vorwiegend dem Nachwuchs. „Die Idee war etwas für das Jugendtraining anzubieten und als sich diese Möglichkeit mit dem Gelände, das seit vielen Jahren nicht genutzt wurde und verwuchert war, sind die Pläne entstanden“, erzählt Paul Freudenmacher. Möglich wurde dieses Projekt, nachdem die TSG Deidesheim diese Fläche nicht nutzt, diese dem RV Edelweiß Deidesheim anbot.

Das war lediglich der erste Schritt. Hierzu stehen der Verein, die TSG Deidesheim und die Verbandsgemeinde im gegenseitigen Austausch. Denn der Gestattungsvertrag wird derzeit mit der Verbandsgemeinde ausgearbeitet. Dazu laufen auch die Vorbereitungen für das Baugenehmigungsverfahren. Hierzu hat der Verein auch einen Gutachter herangezogen, um die notwendigen Unterlagen hierfür zusammenzustellen.

Und solange dieses Verfahren laufe, ist auch kein Sportbetrieb möglich. Dennoch sind die zahlreichen Jungs und Mädels des Vereins engagiert bei der Sache. „Es macht ja auch wahnsinnig viel Spaß, hier was sinnvolles zu errichten“, erzählt Paul Freudenmacher. Bei den vielen Einsätzen, die spontan über eine WhatsApp-Gruppe angekündigt werden, sind meist regelmäßig fünf bis zehn Helfer da.

Freudenmacher packt an

Der 38-jährige ist nicht nur der Planer, sondern er packt – wie damals beim Naturtrail – kräftig mit an und bewegt händig immer wieder einige Schaufeln Erde, klopft diese fest. Er ist an diesem Sonntagnachmittag nicht der einzige: Auch Felix Weber, Martin Klein und Jonas Reinhardt sind nur einige der vielen Helfer die mit anpacken.

Unzählige Stunden haben sie inzwischen dort verbracht. Zunächst wurde das verwucherte Gelände freigelegt, dann dort vorhandene Erdmengen entsprechend den technischen Gegebenheiten umverteilt. „Wir haben bewusst auch die Bäume am Rande der Sportanlage erhalten, denn sie dienen auch als Schutz bei Regen, Wind oder gar Sonne“, erklärt Freudenmacher.

Nachhaltigkeit und Ökologie ist den Jungs kein Fremdwort. Dafür haben sie ausreichend Erfahrungen mit den Gutachtern und den Behörden in vielen Gesprächen und Vor-Ort-Terminen beim Bau des Naturtrails gesammelt. Das Projekt ist noch lange nicht fertig, denn es sind noch einige Hügel beziehungsweise Passagen zu bearbeiten.

Sämtliche Anhäufungen von Muttererde müssen erstmals festgerüttelt werden. „Das setzt sich alles noch etwas ab“, erklärt Freudenmacher. Möglich wurde das Projekt deshalb, weil das Unternehmen Bagger und Landschaftstechnik Johannes Klamer aus Haßloch die nötigen technischen Geräte dem Verein kostenfrei zur Verfügung gestellt habe.

Sprünge einbauen

Dementsprechend sind er und seine drei Freunde derzeit dabei, immer wieder die Rüttelplatte nach oben zu bringen, um die Erde „festzurütteln“. Keine leichte Aufgabe, denn dies erfordert enorme Kraftanstrengungen. Denn der zweite Teil soll bald konkret werden. Denn dort plant der Verein nach dem Aufbau von Holzrampen auch die Möglichkeit zu Sprüngen.

„Es soll ja nicht nur für die Kleinen, sondern auch was für die Großen dabei sein“, meint Paul Freudenmacher mit einem Augenzwinkern. Besonders freut er sich, wenn er und seine Kameraden zum erstmal mit dem Mountainbike die Holzrampe „hinunterstürzen“ können, um die Sprünge zu üben.

Das dauert noch eine Weile. „Die komplette Anlage muss noch vom TÜV abgenommen werden und solange da wir keine Freigabe haben, wird es keinen Sportbetrieb geben.“ Die Sicherheit und die Einhaltung der geltenden Bestimmungen genießen auch bei ihnen höchste Priorität: „Alles andere macht ja keinen Sinn.“

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