Neustadt Ortsbeirat Duttweiler: Kräfte bündeln statt messen

Gestalten ihr Dorf im Ortsbeirat: (obere Reihe von links) Michael Mathäß, Jutta Orth, Volker Syring-Lingenfelder, Patrick Lagas,
Gestalten ihr Dorf im Ortsbeirat: (obere Reihe von links) Michael Mathäß, Jutta Orth, Volker Syring-Lingenfelder, Patrick Lagas, Steffen Braun; (untere Reihe von links) Udo Scheid, Helene Geißler, Kay Lützel, Jenny Herrmann, Reiner Bossert.

Am Montag hat für den Anfang Juni gewählten Ortsbeirat in Duttweiler die neue Legislaturperiode begonnen. Künftig gibt es nur noch einen Stellvertreter von Ortsvorsteher Kay Lützel (parteilos).

Für den 58-jährigen Lützel ist es die zweite Amtszeit an der Ortsspitze. Einen Gegenkandidaten gab es bei der Wahl am 9. Juni nicht, 87,8 Prozent (Wahlbeteiligung 77,2 Prozent) der Duttweilerer stimmten für die Wiederwahl des Haßlochers, der seit 1985 im kleinsten Ortsteil Neustadts lebt. Bei der konstituierenden Sitzung des neuen Ortsbeirats am Montag ernannte Neustadts Bürgermeister Stefan Ulrich Lützel per Handschlag erneut zum Ortsvorsteher. „Das hat nicht wehgetan“, sagt Lützel mit einem Zwinkern.

Auch die Ortsbeiratsmitglieder wurden für die nächsten fünf Jahre verpflichtet. In dieser Legislaturperiode halten die Freien Wähler mit fünf Sitzen (58 Prozent) die Mehrheit, gefolgt von der CDU mit drei Sitzen (33,3 Prozent) und den Grünen mit einem Sitz (8,7 Prozent). „Wir haben auch ein paar neue Mitglieder dabei“, freut sich Lützel über das Engagement fürs Dorf. Damit die Neuen wissen, was für Rechte und Pflichten im Amt auf sie zukommen, hat der Ortsvorsteher bei der ersten Zusammenkunft aus der Gemeindeverordnung vorgelesen.

Nur noch ein Stellvertreter

Neu ist auch, dass Lützel künftig nicht mehr zwei, sondern nur noch einen Stellvertreter hat: Udo Scheid (FWG). „Wir kennen uns schon ewig“, erzählt Lützel, denn er und Scheid seien ehemalige Arbeitskollegen und hätten ein gutes Verhältnis. Er schätze unter anderem die Erfahrung, die der Freie Wähler als längstes Mitglied im Duttweilerer Ortsbeirat einbringen kann. Dennoch hätte der Ortsvorsteher gerne zwei Stellvertreter beibehalten, „weil man dann besser Aufgaben delegieren oder über Arbeitskreise regeln kann“. Mit ihrer Mehrheit hatte die FWG jedoch anders entschieden.

Dass nicht immer alles nach seinem Willen geht, ist für Lützel kein Problem. Er wünscht sich für die nächsten fünf Jahre im Ortsbeirat, „dass wir so weitermachen, wie wir aufgehört haben. Wichtig ist, dass wir gemeinsam nach vorne gehen anstatt unsere Kräfte zu messen“. Bei der konstituierenden Sitzung am Montag war dem Ortsvorsteher nach eigenen Aussagen aber erst mal ein schöner Anfang wichtig, deshalb wurde im Anschluss an die Formalitäten noch angestoßen und ein bisschen gefeiert.

Die ersten Ideen

Nach „zwei, drei Secco-Runden“ sei dann aber doch über die ersten Ideen und Projekte diskutiert worden, etwa über das diesjährige Weinfest und den richtigen Platz für die Bühne oder auch über die Verbindung zu Pfungstadt, die seit 50 Jahren gepflegt wird, aber noch nie in eine Urkunde gefasst und damit offiziell gemacht wurde.

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