Neustadt Nicht die besten Erinnerungen

Haßlocher Wappen.
Haßlocher Wappen.

„Bauerndorf, „Industrieort und „Arbeiterheimat“ – unter diesem Titel veröffentlichte die RHEINPFALZ am 18. März 1950 ein umfassendes Porträt des Großdorfes in der Nachkriegszeit, auch das Haßlocher Wappen wird ausführlich beschrieben und vorgestellt.

„Das farbenprächtige Haßlocher Wappen zeigt im linken Oberteil den rotgekrönten, goldenen Pfälzer Löwen und auf schwarzem Grund, im rechten Oberteil die drei silbernen Adler der Leininger Grafen auf blauem Grund und im weißen Unterteil den schwarzen Doppelhaken des alten Haßlocher Gerichtssiegels. Der Löwe bedarf wohl keiner besonderen Erklärung, die silbernen Adler bewahren die Erinnerung an das im 14. Jahrhundert gegründete Pfälzisch-Leininger’sche Kondominium (ein Hoheitsgebiet, das mehrere Herrscher gleichzeitig regierten), das die Ortschaften Böhl, Iggelheim und Haßloch beinhaltete. Das Wappen wurde vom bayerischen Hauptstaatsarchiv in München entworfen, vom Gemeinderat jedoch in seiner Sitzung am 7. Dezember 1926 abgelehnt mit der Begründung, dass ,die Erinnerungen an die Leininger nicht gerade die besten seien’. Schließlich befreundete man sich doch mit dem genannten Entwurf an.“ Im April 1938 genehmigte der zuständige Reichsstatthalter in München seine Verwendung.

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