Neustadt Neustadt: Mängelmelder-App "Emma" wird gut angenommen

Die Stadtverwaltung ist sehr zufrieden mit ihrer Mängelmelder-App „Emma“.
Über die Elektronische Mängelmelder-App, kurz „Emma“ genannt, sind im vergangenen Jahr 399 Hinweise von Bürgern auf die Bildschirme in der Stadtverwaltung geflattert. Die meisten seien innerhalb weniger Tage oder sogar am gleichen Tag bearbeitet worden, sagt Stadtpressesprecherin Dagmar Staab auf Nachfrage der RHEINPFALZ. Seit Dezember 2015 ist „Emma“ online. Die App kann kostenlos im Google-Playstore (für Geräte mit dem Betriebssystem Android) und im Apple-Store (Betriebssystem Ios) auf Smartphones oder I-Phones und auf Tablet-PCs oder I-Pads heruntergeladen werden. Wer das Programm auf seinem Gerät installiert hat und zum Beispiel einen überfüllten Mülleimer, ein kaputtes Verkehrsschild oder eine defekte Ampel entdeckt, kann ein Foto machen und die Stadtverwaltung mit wenigen Klicks informieren. Dort kommt die elektronische Post im Sachgebiet 113 an (Öffentlichkeitsarbeit und Gremien), von wo das Problem an die zuständigen Mitarbeiter weitergeleitet wird. Das Ganze funktioniere einwandfrei, die Kommunikation und die Abläufe innerhalb der Verwaltung seien sehr gut, sagt Staab. Besonders hilfreich seien Meldungen zur Verkehrssicherheit. Weniger effektiv sind dagegen Hinweise zu Falschparkern: Da diese oft zeitverzögert ankämen, könne man häufig nichts machen, erläutert Staab. Beispiel: Wenn am Abend jemand über „Emma“ ein falsch geparktes Auto meldet, sieht das der städtische Mitarbeiter erst am nächsten Morgen – und dann ist der Falschparker meistens schon weg. Zahlreiche Bürger loben die App – zum Beispiel auf Facebook – und freuen sich, dass der gemeldete Mangel nach ihrem Hinweis schnell behoben wurde. Es gibt aber auch Klagen, dass nichts passiere, nachdem man die Stadtverwaltung via „Emma“ über ein Problem informiert habe. „Das kommt vor allem auch auf die Art des Mangels an“, sagt Staab. Es gebe Fälle, bei denen die Stadt nicht zuständig sei – zum Beispiel bei Müll auf Bürgersteigen, das sei Sache der jeweiligen Anlieger. Beklage sich jemand über ein Schlagloch in einer Straße, verbleibe die Sache „zunächst in der Pipeline“, wenn die betroffene Straße sowieso bald saniert werden müsse. „Es gibt auch Fälle, in denen erst Ersatz bestellt werden muss. Zum Beispiel, wenn auf einem Spielplatz eine Wippe zerstört wurde oder Straßenleuchten kaputt sind“, erklärt die Sprecherin der Verwaltung. Ein weiteres Problem: Nicht selten fehlen laut Stadt exakte Ortsbeschreibungen und/oder Straßennamen mit Hausnummern. Versendet der Bürger die Meldung mit Foto direkt an Ort und Stelle, hängen die GPS-Daten mit dran, und der Empfänger weiß, wo das Foto aufgenommen wurde. Wird das Foto aber erst später auf die Reise geschickt, zum Beispiel von zu Hause aus, werden die GPS-Daten von dort und nicht von der betroffenen Stelle automatisch angehängt. Von solchen Problemen abgesehen, würden aber alle gemeldeten Mängel so schnell wie möglich von den Fachabteilungen der Stadt behoben, betont Staab. Für die meisten der 399 Meldungen im vergangenen Jahr war die allgemeine Verwaltung zuständig, das waren laut Staab 179 Fälle. Es folgten der Bauhof (90 Fälle), das Grünflächenamt (42), das Team für die Straßenbeleuchtung (33), die Umweltabteilung (24), die Tiefbauabteilung (16), der Eigenbetrieb Stadtentsorgung Neustadt (14) und das Gebäudemanagement (ein Fall). |ffg