Freinsheim RHEINPFALZ Plus Artikel Natürlich mit „Palzlied“: „Die Anonyme Giddarischde“ werden mit der Hermann-Sinsheimer-Plakette ausgezeichnet

Thomas „Edsel“ Merz und seine Band „Die Anonyme Giddarische“ werden am kommenden Wochenende in Freinsheim ausgezeichnet.
Thomas »Edsel« Merz und seine Band »Die Anonyme Giddarische« werden am kommenden Wochenende in Freinsheim ausgezeichnet.

Die ist eigentlich ein Literaturpreis, aber die Musik wird dabei natürlich nicht zu kurz kommen.

Diese Hermann-Sinsheimer-Plaketten-Verleihung wird auf alle Fälle etwas anders ablaufen als gewohnt: Wenn sich die Frankenthaler Band „Die anonyme Giddarischde“ am kommenden Samstag zum traditionellen Vorstellungsabend am Vortag der eigentlichen Zeremonie im Freinsheimer Von-Busch-Hof einfindet, erwartet das Publikum keine dröge Lesung, sondern ein „anmoderiertes Livekonzert mit einem Blick in die Bandgeschichte“, wie der Frontmann Thomas „Edsel“ Merz auf Nachfrage erklärt.

„Wir sind eine Liveband. Wir leben auf der Bühne“, unterstreicht der Sänger und Gitarrist, von dem auch die meisten Texte der 1995 im Frankenthaler Haus der Jugend gegründeten Kult-Band stammen, welche Bedeutung dieser etwas andere Ansatz für ihn und die vier weiteren aktuellen Musiker der Gruppe – Roman Nagel (Gesang, Gitarre), Joachim Kaul (Gitarre), Jochen Magin (Bass) und Stefan Brod (Schlagzeug) – hat. Anreisen werden sie deshalb mit Instrumenten, kompletter Technik und sogar dem 2020 wegen einer Erkrankung aus der Stammformation ausgeschiedenen Gründungsmitglied Michael Lange. „Pälzer derfen des“ ist der Abend überschrieben, benannt nach einem der Hits der Band, der bei dem Konzert ebenso erklingen soll wie „Lewwerworscht“, „Alles weil mer Pälzer sinn“ und natürlich der bekannteste Titel „Palzlied“.

Neben diesen Klassikern werde man aber auch einige weniger bekannter Lieder anstimmen, die die Menschen und das Lebensgefühl in der Pfalz beschreiben, sagt Merz. Darüber hinaus solle in einem Gespräch auf der Bühne vermittelt werden, „wie wir geworden sind, was wir sind: fünf Kumpels, die zusammen Musik machen“ – und dabei völlig geerdet geblieben sind, könnte man ergänzen, was sich unter anderem darin ausdrückt, dass alle ihre Brotberufe beibehielten, obwohl die Plattenfirma zur Professionalisierung drängte. „Aber dann wäre es keine Volksmusik mehr, und die wollten wir machen.“ Auch Fragen aus dem Publikum sollen an dem Abend möglich sein.

Die eigentliche Preisverleihung am Sonntag fällt demgegenüber vergleichsweise konventionell aus. Die Urkunde überreicht Stadtbürgermeister Jochen Weisbrod. Die Laudatio hält die Preisträgerin von 2024, die jüngst in den Ruhestand gegangene RHEINPFALZ-Kulturredakteurin Dagmar Gilcher. Für die Musik sorgen nicht die „Giddarischde“, sondern das Jazzquartett „Immergrün“ um den Freinsheimer Peter Stockmann.

Die Hermann-Sinsheimer-Plakette der Stadt Freinsheim ist die kleine Schwester des Hermann-Sinsheimer-Preises und wird seit dem Jahr 2000 im Wechsel mit diesem alle zwei Jahre für besondere Verdienste um die pfälzische Literatur verliehen. Sie ist mit 1000 Euro dotiert.

Noch Fragen?

Die Verleihung der Sinsheimer-Plakette findet am Sonntag, 8. März, ab 11 Uhr im Von-Busch-Hof in Freinsheim statt. Die Abendveranstaltung am Samstag, 7. März, beginnt an gleicher Stelle um 19 Uhr. Der Eintritt für beide Veranstaltungen erfolgt auf Spendenbasis. Es ist jedoch Voranmeldung per Mail an stadt-freinsheim@vg-freinsheim.de erforderlich. Je Anfrage können maximal 4 Karten reserviert werden, Namensangabe ist unbedingt erforderlich. Die Karten werden im Anschluss via E-Mail zugestellt.

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