Handball Nächste Ausfahrt Saarlouis: Wie lange kann Haßloch mithalten?

Kevin Seelos (in Weiß) vor seiner Mannschaft: Wichtig ist ihm, beim Spitzenreiter mit einem guten Gefühl herauskommen.
Kevin Seelos (in Weiß) vor seiner Mannschaft: Wichtig ist ihm, beim Spitzenreiter mit einem guten Gefühl herauskommen.

Vorn vier Rückraumspieler, hinten sehr offensiv. Auf dieses Spiel von Spitzenreiter HG Saarlouis hat Haßlochs Interimstrainer Kevin Seelos seine Mannschaft eingestellt.

Eine Woche nach der Absage der Partie bei der HSG Dutenhofen-Münchholzhausen II wegen zahlreicher Krankheitsfälle steht dem Handball-Drittligisten TSG Haßloch die wohl schwerste Aufgabe bevor. Die nächste Ausfahrt heißt Saarlouis.

Die Mannschaft von Interimscoach Kevin Seelos tritt beim ungeschlagenen Tabellenführer HG Saarlouis an (Samstag, 19.30 Uhr, Stadtgartenhalle). Es kommt zu einem Wiedersehen mit dem früheren TSG-Torhüter Daniel Schlingmann. Für Neuzugang Noa Zeimet ist es die Rückkehr an seine letztjährige Wirkungsstätte.

So lange wie möglich mithalten

„Die Rollen sind klar verteilt. Saarlouis ist nach fünf Spielen ohne Niederlage an der Tabellenspitze und wird auch zu Hause alles daransetzen, gegen uns die nächsten Punkte zu holen“, macht sich Interimscoach Kevin Seelos nichts vor. Ziel sei es, so lange wie möglich mitzuhalten.

Dabei kann der 37-Jährige bis auf Yannick Treiber (Schulterprobleme) und die Langzeitverletzten Julius Herbert und Luis Meier fast wieder auf den kompletten Kader zurückgreifen. Er hat versucht, seine Mannschaft auf die neue Spielweise der Saarländer zustellen. Mit ihrem neuen Trainer Jörg Lützelberger und Sportdirektor Marcus Baur setzten sie auf die Spielphilosophie des Schweizer Trainers Misha Kaufmann, der eine Angriffsvariante mit vier Rückraumspielern ohne Kreisläufer favorisiert und in der Defensive schon fast mit einer offensiv ausgerichteten 3-3-Abwehr spielen lässt. Dazu setzt Lützelberger, der nach seiner Zeit bei der HSG Konstanz im Saarland die Mission „Aufstieg Zweite Liga“ im Blick hat, auf ein hohes Tempospiel.

Umstellung

„Wir müssen uns schon auf diese neue Spielweise komplett umstellen“, sagt Seelos. „Wir haben nichts zu verlieren, wir können gegen Saarlouis nur gewinnen.“ Er rechnet mit über 1500 Zuschauern in der Stadtgartenhalle. „Es hat bisher immer Spaß gemacht, dort zu spielen. Wichtig ist mir, dass wir unabhängig vom Ergebnis mit einem guten Gefühl herauskommen und feststellen können, dass wir einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht haben.“

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