Neustadt Mit Apps und Instagram: Pfälzerwald-Verein stellt sich für Familien und Jugendliche neu auf

Tanja Krempel hat schon viele Ideen für das Jahr 2026.
Tanja Krempel hat schon viele Ideen für das Jahr 2026.

Wandern im Pfälzerwald ist beliebt. Und doch kämpfen viele Pfälzerwald-Vereine um junge Mitglieder. Wie in Gimmeldingen neuer Schwung ins Vereinsleben kommen soll.

Tanja Krempel und ihr Mann Stephan haben nicht lang gefackelt. Die junge Familie wohnt mir ihrem zweijährigen Kind in Königsbach und ist seit zwei, drei Jahren Mitglied im Pfälzerwald-Verein Gimmeldingen. Beide lieben das Wandern. Daher sind der Pfälzer und die Odenwälderin auch in Königsbach gelandet. Ihnen gefällt die Waldrandlage. Und da es ihnen das Weinbiet ganz besonders angetan hat, „musste es beim Pfälzerwald-Verein (PWV) natürlich Gimmeldingen sein“. Denn das Weinbiet ist der Hausberg der Gimmeldinger, sie kümmern sich zudem ums Weinbiethaus.

Doch mit dem Umzug nach Königsbach und dem Eintritt in den PWV Gimmeldingen war es für die Krempels nicht getan. „Wir wollten uns auch ehrenamtlich einbringen.“ Stephan Krempel ist seit den Neuwahlen im Sommer stellvertretender Hüttenwart und Tanja Krempel die Beauftragte für Jugend und Familie. Ihr Job ist es also, Ideen zu entwickeln und Angebote umzusetzen, die junge Menschen ansprechen und in den Wald sowie zum Verein locken. Das Aufgabengebiet lag für Tanja Krempel gewissermaßen auf der Hand. Sie ist studierte Sozialpädagogin, kommt aus der Kinder- und Jugendarbeit und ist bei der Stadt Speyer Abteilungsleiterin Jugendförderung.

Perfekter Auftakt beim Weinbiet-Fest

Das Ehrenamt bedeutet für Tanja Krempel vor allem, „alles neu aufzubauen, denn der Posten war zuvor lange vakant“. Doch sie legte gleich los, beim Weinbiet-Waldfest bot Tanja Krempel ein digitales Geländespiel an. „Dabei muss man Aufgaben und Rätsel auf einer festgelegten Strecke via App lösen. Das kam super an. Viele haben gesagt, dass sie so etwas gerne wieder machen würden.“

Für die Königsbacherin war es der perfekte Auftakt, die gute Resonanz sorgte für ausreichend Motivation, um für 2026 ein Familienwanderprogramm zusammenzustellen. Pro Jahreszeit soll es einen gemeinsamen Ausflug geben, bei dem die Wanderstrecke nicht allzu schwer und auch mit Kinderwagen oder für den Nachwuchs zu meistern ist. Los geht es am 1. Februar, es folgen 15. März, 12. April, 21. Juni, 4. Oktober und 6. Dezember. Es soll jeweils auch ein Tagesmotto mit besonderen Aktionen wie etwa Geocaching oder anderen Spielen geben. Krempel ist wichtig, dass Wandern mehr ist, als nur durch den Wald zu laufen. Sie möchte immer Angebote in die Wandertage integrieren, sodass die Teilnehmer einen schönen Tag in der Natur haben und dabei auch einiges über die Umwelt lernen. „Denn deren Schutz steht für uns als Wanderverein ganz oben auf der Agenda.“

Mitglieder können Wünsche äußern

Kinder und Jugendliche will Krempel mit Ideen wie einem Ausflug in eine Kletterhalle oder einem Kochevent begeistern und zusammenbringen. „Die Kids sollen sich dabei auch selbst einbringen.“ In Umfragen im Verein kläre sie auch, was sich die Mitglieder beim Programm wünschen. „Ich bin da absolut offen.“ Sie wisse auch, dass sie mit allen Aktivitäten noch ganz am Anfang stehe. Es werde Zeit brauchen, alles bekannt zu machen und zu größeren Teilnehmerkreisen zu kommen. Ansprechen möchte sie die Zielgruppe altersgerecht: via Instagram-Profil sowie die Homepage und Facebook.

Am wichtigsten sei, betont Krempel, überhaupt einen Zugang zu Familien und insbesondere Jugendlichen zu bekommen. „Wenn Kinder und Jugendliche dann mal im Wald sind, liegt es an uns, dass wir mit Spielen und Aktionen dafür sorgen, dass sie sich umschauen und so erleben, was es da alles gibt – und wie reizvoll das ist.“ Aktuell leiste sie vor allem auch Aufbauarbeit und knüpfe Kontakte. Krempel freut sich, dass sie über einen Flyer, den sie bei der Arbeit entdeckt hat, Kontakte zum PWV Speyer bekommen hat. Das Ergebnis: eine gemeinsame Familientour im März. Auch vom Hauptverein gebe es Tipps, welche Angebote funktionieren könnten.

Wichtig sei, jetzt überhaupt damit anzufangen. Krempel ist gespannt und hofft, 2026 neue Menschen für den PWV Gimmeldingen begeistern zu können. „Vielleicht bekomme ich auch noch Unterstützung. Wenn ein Jugendlicher mitmachen und selbst Angebote für seine Altersklasse machen würde, wäre das großartig.“

Info

Weitere Informationen über das neue Programm gibt es per Mail an info@pwv-gimmeldingen.de sowie auf der Homepage des Vereins: www.pwv-gimmeldingen.de.

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