Lambrecht Müller: Beim Wallonenplatz Entscheidung nötig

Der Chor eröffnete das Programm.
Der Chor eröffnete das Programm.

Ein Teil der Projekte, die Lambrechts Stadtbürgermeister Karl-Günter Müller (FWG) am Neujahrsempfang bei seinem Rückblick nannte, werden auch 2024 eine Rolle. Etwa der Bau einer Kindertagesstätte.

Die Stadt wolle und müsse „so kostengünstig wie möglich bauen“, deshalb sei es „wichtig und richtig“, mehrere Varianten zu prüfen, betonte Müller. Eine Entscheidung müsse auch zur Nutzung des Platzes in der Wallonenstraße getroffen werden. Nachdem der vom Stadtrat gewünschte Investor abgesprungen ist, stehe die Stadt „mit leeren Händen da“. Der Platz ist ein Teil des zweiten Abschnitts der Stadtkernsanierung, für den Ende des Jahres die Förderung ausläuft.

Als weitere Projekte für 2024 nannte Müller unter anderem den Ausbau von Straßen, die Sanierung von Spielplätzen, die Instandsetzung von Wegen auf dem Friedhof und das Angebot neuer Bestattungsformen. Müller erinnerte daran, dass die Stadt Zuschüsse aus dem Programm Klimaangepasstes Waldmanagement bekommt und deshalb von den 570 Hektar Wald, die der Stadt gehören, etwa 28 Hektar künftig für eine natürliche Entwicklung bereit gestellt werden.

Dank für Engagement

Die Bühne im großen Saal des Lambrechter Gemeinschaftshauses war gegen Ende des Neujahrsempfangs ziemlich voll. Denn Müller hatte die Ehrenamtlichen auf die Bühne geholt, die sich als kleine oder größere Gruppen für die Stadt engagieren. Ohne dieses Engagement wäre manches in Lambrecht nicht möglich.

Ein Danke-schön gab es für die Initiative Streuobstwiese Beutelstein, die Gruppe Natur und Umwelt, die den Eingangsbereich zum Friedhof unter dem Aspekt Nachhaltigkeit gestaltet hat, und für das Projekt Schulträume. Müller dankte auch den Garten- und Blumenfreunden, die Grünflächen pflegen, den Bürgern die Brunnen pflegen und schmücken, den Lambrechtern, die Spielplätze in Ordnung halten, dem Ehepaar Senftleben, das sich um den öffentlichen Bücherschrank am Bahnhof kümmert sowie der Senioren AG, die unter anderem Waldwege in Ordnung hält und den Friedensweg angelegt hat.

Lob für Bauhof

Lob erhielten die Mitarbeiter des Bauhofs, die bei dem Winterwetter in den vergangenen Tagen weit mehr gearbeitet hätten, als sie müssten, unterstrich der Stadtbürgermeister. Dass die Mitarbeiter in den Sozialen Medien beschimpft würden, weil sie nicht alle Straßen gleichzeitig räumen können und zwischendurch mal Pause machen, sei „unterste Schublade“, sagte Müller und bekam dafür kräftigen Beifall. Er erinnerte daran, dass Hausbesitzer die Pflicht haben, vor ihrem Anwesen Schnee zu räumen.

Zu den im Juni anstehenden Kommunalwahlen äußerte Müller den Wunsch, dass sich alle mit Schuldzuweisungen und Versprechungen zurückhalten und ehrlich, fair und aufrichtig miteinander umgehen. Was man gemeinsam erreichen könne, habe man im vergangenen Jahr beim Geißbock-Festspiel gesehen. Müller hob besonders das Engagement des Nähkreises und des Vorstands des Verkehrsvereins hervor. Ein Erfolg sei auch das von einer Seniorengruppe organisierte Fest der Kulturen.

Musikalisch beteiligten sich Stefan Weiß an der Posaune und der Gesangverein 1846 Lambrecht am Neujahrsempfang.

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