Guggemol Lambrecht: Nachtfalterbar sucht Paten

Dieser Kübel sucht noch einen Spender.
Dieser Kübel sucht noch einen Spender.

Was ist eine Nachtfalterbar und was verbindet Holzbienen mit Mönchspfeffer? „Seit einem Jahr haben wir mit Hilfe von Pflanzkübelpaten eine bunte Vielfalt an Blühpflanzen auf unserem Friedrich-Ebert-Platz“, sagt Karl-Günter Müller, Stadtbürgermeister von Lambrecht. Die Pflanzen dienen als Nektar und Pollen für Falter oder Bienen oder sind insektenfreundliche Heilpflanzen wie die Apothekerrose, Frauenmantel oder Johanniskraut. Die jeweiligen Pflanzen sind thematisch geordnet in den Kübel gepflanzt worden.

Die Arbeitsgruppe „Natur und Umwelt“ aus der Verbandsgemeinde habe den Anstoß für die Bepflanzung gegeben, erläutert Müller. Damit die Aktion nachhaltig ist, wurden mehrjährige Pflanzen ausgewählt, die besonders beliebt bei Insekten sind. Bei der richtigen Auswahl der Pflanzen halfen Petra Dick und Petra Knoll, beide in der Gruppe Natur und Umwelt. Müller ist über die gute und fachkundige Begleitung der beiden Frauen sehr dankbar. Bereits sechs Paten für die blühenden Kübel konnten bislang gefunden werden. Laut Müller spenden sie entweder Geld für den Erwerb der Pflanzen und für die Pflegekosten oder legen selbst Hand an die Miniatur-Gartenarbeit. „Nur das regelmäßige Gießen übernimmt ausschließlich der Bauhof, damit alle Blumen immer ausreichend gewässert werden“, sagt er.

Welche Insekten gerne hierher fliegen, verrät der Name.
Welche Insekten gerne hierher fliegen, verrät der Name.

Ein weiteres blühendes Projekt ist laut Müller am Friedhofseingang auf rund 100 Quadratmeter entstanden, auf dem Zwiebeln und Pflanzen ebenfalls bewusst insektenfreundlich gesetzt worden sind. „Wir wollen ein Vorbild sein und unsere Bürger anregen, den Nachhaltigkeitsgedanken auch in ihren Gärten umzusetzen.“ Deshalb seien auch die sogenannten Eh-da Flächen entstanden. Das sind Grünflächen, die nur im Randbereich gemäht werden, so dass auch dort Insektenfutter wachsen kann. „Der Sinn des reduzierten Grünschnitts muss allerdings noch in die Köpfe der Menschen“, sagt Müller. So mancher Lambrechter wundere sich, ob dem Bauhof beim Mähen die Mittagspause dazwischengekommen sei, erzählt der Stadtbürgermeister und lacht. Übrigens ist für die Nachtfalterbar noch eine Patenschaft zu vergeben. Dort stehen Pflanzen, die besonders das Interesse der nachtaktiven Insekten wecken. Bei Interesse an einer Pflanzkübelpatenschaft wendet man sich an das Bürgermeisteramt in Lambrecht.

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