Lambrecht Lambrecht Bahnhof: Biosphärenreservat finanziert neue Grünanlage

Eine Grünanlage am Lambrechter Bahnhof soll umgestaltet werden.
Eine Grünanlage am Lambrechter Bahnhof soll umgestaltet werden.

Das Biosphärenreservat finanziert die Umgestaltung der Grünanlage am Bahnhof Lambrecht. Bis Mitte Mai soll alles fertig sein.

Das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen wird im Rahmen seines Projekts „Gärten der Artenvielfalt“ die Umgestaltung der in die Jahre gekommenen Grünanlage am Bahnhof in Lambrecht finanzieren. Das teilte die Beigeordnete Tanja Bundenthal-Beck (FWG) in einer Sitzung des Stadtrats mit. Nach Angaben von Marie-Luise Schlander, Mitarbeiterin des Biosphärenreservats, sollen die Arbeiten bis spätestens Mitte Mai beendet sein.

Wie Schlander berichtete, wurde das in Kirrweiler ansässige Unternehmen Terra Verde mit den Arbeiten beauftragt. Das Areal soll aufgewertet und als Lebensraum für Pflanzen und Tiere gestaltet werden. Nach Angaben von Schlander werden die Thuja entfernt, da sie nicht insektenfreundlich sind. Vorgesehen ist, über 70 verschiedene Pflanzenarten zu setzen, darunter nur wenige „fremdländische“. Im Zeitraum von Februar bis Oktober soll immer etwas blühen.

SDG übernimmt Pflege des Areals

In der Mitte der Anlage sind ein Entdeckerpfad, eine Kräuterspirale, ein Reptilienhang und eine Sandfläche für Wildbienen vorgesehen. Eingesäumt werden soll die Anlage von Steinen, Sträuchern und Totholz. Die vorgesehenen Pflanzen können laut Schlander bis zu 1000 Tierarten, darunter 276 Wildbienenarten, einen Lebensraum bieten. Geplant ist außerdem, eine Informationstafel aufzustellen sowie das Lambrechter Wappen wieder zu integrieren, wie es früher der Fall war.

Die Lambrechter SDG-Gruppe wird die Pflege des Areals übernehmen, berichtete Schlander. Ein Pflegeplan sei gemeinsam erstellt worden. Die Gestaltung und Bepflanzung wird aus EU-Geldern finanziert. Wie hoch die Kosten sind, solle derzeit noch nicht genannt werden, sie seien jedoch nicht niedrig, so Bundenthal-Beck.

Das Wappen muss die Stadt selbst bezahlen. Eventuell erforderliche Nachpflanzungen muss ebenfalls die Stadt tragen, weitere Gelder stehen nicht zur Verfügung, antwortete Schlander auf eine entsprechende Frage von Dirk Hedtke (BSW).

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