Was Bürger ärgert Kein Interesse an Wahlhelfern?

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Als die RHEINPFALZ am 1. Februar berichtete, wie sich die Stadtverwaltung Neustadt auf die Kommunalwahlen vorbereitet und dass sie auch auf Wahlhelfersuche ist, fühlte sich eine Neustadterin angesprochen. Sie habe sich kurz danach gemeldet, erzählt die Frau. „Ich bekam einen netten Anruf von einem Mitarbeiter der Stadtverwaltung und eine Mail, und ich wurde als Wahlhelferin registriert. Weitere Informationen würde ich zu einem späteren Zeitpunkt erhalten“, sagt die Neustadterin. Doch dann hörte sie nichts mehr. Montags vor dem Wahlsonntag schickte sie daher eine Mail und fragte, ob sie denn nun zum Einsatz kommen werde. „Darauf habe ich leider keine Antwort erhalten, und als ich dann auch am 8. Juni keinerlei Information erhalten hatte, habe ich verstanden, dass mein Einsatz nicht benötigt wird“, so die Bürgerin. Sie finde diesen Ablauf „sehr schade“: Das sei nicht „der richtige Weg, uns in politische Arbeit einzubeziehen“.

Johny-Tien Vu, Sachgebietsleiter Interne Dienste und Wahlen, kann die Abläufe erklären. Dass die Frau in der Woche vor der Wahl keine Antwort auf ihre E-Mail bekommen habe, tue ihm leid. Aber in dieser Woche habe das Wahlamt so viel tun gehabt rund um die Organisation des Urnengangs, dass diese Anfrage „leider nicht beantwortet“ wurde. Die Abläufe auf dem Weg, Wahlhelfer zu werden, seien zudem etwas komplexer. Die erste Rückmeldung an die Frau habe lediglich bedeutet, dass „sie und ihr Interesse, Wahlhelfer zu sein, registriert worden sind“. Normalerweise würden Interessenten immer darauf hingewiesen, dass es sich nur um eine Registrierung handele. Wer tatsächlich Wahlhelfer werde, bekomme bis April ein offizielles Berufungsschreiben. Wer nichts höre, werde nicht gebraucht, erklärt Vu. Das sei in dem Fall offenbar nicht klar gewesen.

Er danke der Frau für ihre Bereitschaft. „Wir nehmen das auch zum Anlass und schauen, ob wir die Abläufe verbessern können. Vor allem, wenn sich jemand sehr früh meldet. Solche Missverständnisse wollen wir vermeiden. Das tut uns leid“, so Vu.

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