Neustadt Interview: Online-Handel: „Sehr viel Arbeit“

Unterstützung beim Online-Handel: das steht der Wunschliste der Unternehmensgemeinschaft Willkomm ganz oben. Am Montag nun gab es eine Informationsveranstaltung dazu im Rathaus. Nicole Lutz, Inhaberin von Ratzfatz Kindermode, hat daran teilgenommen.
Erstmal finde ich es sehr positiv, dass die Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft zu dieser Veranstaltung eingeladen hat. Es wurde ein Einblick in die Möglichkeiten des Onlinemarketing geboten, damit war die Veranstaltung eher an Neueinsteiger gerichtet. Das Thema ist insgesamt sehr komplex. Ich konnte aber auch ein paar Anregungen mitnehmen. Zum Beispiel, wie man den Service Google Trends anwendet. Sie sind also bereits länger online unterwegs? Ja. Ich habe einen Online-Shop und bin außerdem auf vielen Kanälen im Netz aktiv. Und wie läuft bei Ihnen der Online-Handel? Nach vielen Jahren des Umsatzzuwachses sind die Umsätze nun konstant. Die Konkurrenz im Netz ist sehr groß. Die versandkostenfreie Lieferung, die von den großen Anbietern verbreitet wird, ist für uns „Kleinen“ nicht tragbar. Deshalb ist die Frage schon interessant, wie man seinen Online-Shop pushen kann. Wie viel Prozent macht das Online-Geschäft bei Ihnen aus? Etwa 50 Prozent. Und wie viel Arbeit stecken Sie da rein? Sehr viel. Der Online-Handel macht viel mehr Arbeit als der stationäre Handel. Es gab Phasen, da hatte ich eine 70-Stunden-Woche. Inzwischen hab ich das aber wieder etwas zurückgefahren. Ich habe gemerkt, dass es auch mit etwas mehr Gelassenheit geht. Worin sehen Sie die größte Schwierigkeit? Die Suchmaschinen-Optimierung ist sehr diffizil. Wenn man sein Geschäft mit Herzblut betreibt, kann man nicht gleichzeitig ein Internet-Profi sein. Dann muss man sich Leute mit ins Boot holen, und das ist mit finanziellen Belastungen verbunden.