Hassloch RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: TSG Haßloch mit Rico Wilde bei der SG Leutershausen

Rico Wilde in der Saison 2016/2017 im Haßlocher Trikot.
Rico Wilde in der Saison 2016/2017 im Haßlocher Trikot.

Die Verletzungsmisere hat den Handball-Drittligisten TSG Haßloch zum Handeln gezwungen: Rico Wilde, der zum Ende der Saison 2016/2017 aus beruflichen Gründen die TSG verlassen hatte, ist zurück. Der 26-jährige Linksaußen Rico Wilde freut sich auf die Rückkehr.

„Mein Kontakt nach Haßloch war nie abgerissen“, sagt er. „Als mich der Sportliche Leiter Thomas Müller angerufen hat, konnte ich nicht Nein sagen.“ Ihm sei klar gewesen, „wenn sie mich brauchen, stehe ich zur Verfügung“. So war er bereits am Mittwoch im Training. Am Samstag, 19.30 Uhr, wenn die TSG Haßloch zum Rückspiel bei der SG Leutershausen antritt, ist er im Kader von Trainer Andreas Reckenthäler. Es ist nicht sein erster Einsatz in der laufenden Saison: Für die Auswärtspartie bei der SG Pforzheim-Eutingen, die die Bären mit 25:26 verloren haben, hatte ihn Thomas Müller ebenfalls zurückgeholt. Wilde gilt als der Feuerwehrmann der Bären. „Wenn man ihn ruft, ist er da. Er ist konditionell fit, auch wenn er nicht aktiv in einer Mannschaft spielt“, sagt Müller. Wilde, der mit seiner Freundin in Frankfurt lebt, freut sich auf die Partie am Samstagabend: „Leutershausen ist mit Blick auf die Tabelle der klare Favorit. Aber ich bin sicher, dass die Jungs nach dem Sieg gegen die Rhein-Neckar Löwen II sehr viel Selbstvertrauen gewonnen haben.“

Von 2013 bis 2016 in Leutershausen

Der gebürtige Franke, der einst beim heutigen Zweitligisten DJK Rimpar gespielt hat, ehe es ihn aus Studiengründen nach Mannheim verschlagen hat, ist überzeugt, „wenn der Glaube da ist, ist eine Chance auf zwei Punkte gegeben“. Für den Rechtshänder, der als Steuerberater tätig ist, ist seine erneute Rückkehr zur TSG eine Reise in seine Vergangenheit: Von 2013 bis 2016 trug er das Leutershausener Trikot. „Marc Nagel war damals schon Trainer. Alex Hübe stand im Tor“, erinnert sich Wilde.

Keine Kreisspieler mehr

Der studierte Finanzexperte, der aus beruflichen Gründen die Handballschuhe schon an den Nagel gehängt hatte, soll der personell geplagten TSG Stabilität verleihen. Denn die Personalsituation ist alles andere als gut: Linksaußen Denni Djozic hat einen Kreuzbandriss. Besonders auf der Kreisposition sind der TSG alle Spieler ausgegangen. Lino Messerschmidt und Lars Hannes fehlen verletzungsbedingt seit Wochen. Jetzt fällt Julius Herbert nach einem positiven PCR-Test aus. Trainer Andreas Reckenthäler dürfte Florian Kern als Alternative an den Kreis beordern. Wilde könnte auf der linken Außenbahn spielen.

Die Ausfälle sind indes im Team kein Thema. Der Wunsch, erneut hoch motiviert in die Partie zu gehen, ist groß. Den peinlichen Auftritt im Hinspiel hat die Mannschaft noch vor Augen (24:30). „Ich will mit der Mannschaft zwei Punkte holen, dafür bin ich da “, sagt Wilde. Er wird diesmal seine Mission nicht nach dem Leutershausen-Spiel beenden. „Ich bleibe so lange bei der TSG, wie ich gebraucht werde“, verspricht der Flügelflitzer.

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