Am Rande der Bande RHEINPFALZ Plus Artikel Handball: Engagement für Frauen der TSG Haßloch ist Familiensache

Alles unter Kontrolle: Daniel Riedl (Mitte) und seine Söhne Leo (links) und Ben (hinten) überprüfen, ob die Zuschauer geimpft si
Alles unter Kontrolle: Daniel Riedl (Mitte) und seine Söhne Leo (links) und Ben (hinten) überprüfen, ob die Zuschauer geimpft sind.

Das Engagement für die Haßlocher Handballerinnen, ungeschlagener Spitzenreiter der Pfalzliga, ist gewissermaßen eine Familienangelegenheit.

Die Familie Spieß stellt eine Spielerin, die Kamerafrau und den Torwarttrainer. Zur Familie Motz gehören zwei Spielerinnen, der Trainer und die Zeitnehmerin. Um die Kontrollen der Zuschauer vor dem Spiel im Foyer des TSG-Sportzentrums kümmert sich Daniel Riedl mit seinen Söhnen Ben und Leo. Wer die Anforderungen erfüllt, also geimpft oder von Corona genesen ist, bekommt von ihnen anschließend ein blaues Bändchen ums Handgelenk gebunden. „In den Vereinsfarben“, stellt Riedl lachend fest. Er erzählt, dass „meine Partnerin im Tor steht“. Es ist Antje Wilde. Und die Keeperin hat keine Probleme gehabt, ihre Familie für die Kontrollen zu gewinnen. „Die sind sehr traurig, wenn sie mal kein Spiel sehen können“, verrät die mit 42 Jahren älteste Spielerin im TSG-Team schmunzelnd.

Dabei sind der 14-jährige Ben und der zehnjährige Leo gar keine Hand-, sondern Fußballer. Doch sie kontrollieren nicht nur, sondern gucken auch die Heimspiele der TSG-Frauen, erzählen die Jungen. „Um 18 Uhr geht’s nach oben auf die Tribüne“, verrät der Vater vor dem jüngsten Heimspiel gegen die HSG Lingenfeld/Schwegenheim. „Sollte dann noch ein Zuschauer nachkommen, ist die Kasse oben noch besetzt und kontrolliert.“

Problemlose Kontrollen

Es gebe bei der Überprüfung keine Probleme mit den Zuschauern, berichtet Daniel Riedl. „Wir hatten gerade einen Fall, da konnte einer seinen Impfstatus nicht nachweisen – der ist gleich wieder gegangen.“ Die Mehrheit sei geimpft. „Die meisten Zuschauer sind dreimal geimpft“, weiß Leo. Und manchmal, gerade kurz vor Spielbeginn, bildet sich eine kleine Schlange im Foyer. Den Kontrolltrupp bringt das nicht aus der Ruhe. „Wenn jemand mal warten muss, dann ist das halt so“, betont Daniel Riedl.

Hektisch wird es dann eher nach Spielende, so wie nach dem jüngsten Heimspiel. Nicht wegen der Spielanalyse am Esstisch daheim, denn „beim Abendbrot wird definitiv das Spiel noch mal ausgewertet – jede einzelne Spielerin wird erwähnt“, verrät Antje Wilde lachend. Hektik kommt nur auf, wenn wie jüngst im Hause Riedl/Wilde das Abendessen noch nicht vorbereitet ist und Frikadellen gebraten werden müssen. „Da müssen alle noch helfen“, setzt Wilde auch zu Hause auf Teamarbeit.

TSG-Heimspiel abgesagt

Am Sonntag kann das Team Wilde/Riedl in Ruhe kochen: Gegner HSG Dudenhofen/Schifferstadt hat das Spiel abgesagt– wegen Coronafällen in der Mannschaft.

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