Am Rande der Bande
Handball: Die Kamerafrau der TSG Haßloch
Die Frau von Torwarttrainer Bruno Spieß und Mutter von Spielerin Julia Spieß erzählt lachend, dass der Kalender ihrer Familie „ganz nach Handball ausgerichtet ist“.
Denn Sibylle Spieß zeichnet nicht nur die Heimspiele der Haßlocherinnen im TSG-Sportzentrum auf, sondern fährt ebenfalls zu Partien der nächsten TSG-Gegner. Natürlich vorausgesetzt, der Konkurrent spielt nicht gerade zeitgleich mit den Haßlocherinnen. Kurz vor Weihnachten haben die Spieß’ sogar drei Handballspiele an einem einzigen Wochenende gesehen. Bei den Handballerinnen, die seit über zwei Jahren versuchen, in die Oberliga aufzusteigen und bislang allein von der Corona-Pandemie gestoppt worden sind, soll nichts dem Zufall überlassen werden.
Videos fürs nächste Training
Die Aufnahmen schaut sich Sibylle Spieß’ Mann als Torwarttrainer zuerst an. „Er arbeitet es aus, stellt Szenen für die Torfrauen zusammen“, verrät die Kamerafrau. Trainer Peter Motz bekomme die Aufzeichnungen ebenfalls zur Verfügung gestellt, „fürs nächste Training“, sagt Sibylle Spieß. „Ich gebe Peter Motz das gesamte Videomaterial“, ergänzt Bruno Spieß. Ab und an gebe er noch einen Kommentar hinzu. „Peter und ich stellen dann Szenen für die Spielerinnen zusammen, mit Kommentaren versehen.“ In der Nachbetrachtung sei eine schon absolvierte Begegnung deshalb erst „am Montag nach dem Training abgeschlossen“, fügt Motz hinzu.
Immer auf Ballhöhe
„Ich mache das gerne und freiwillig“, erzählt indes Sibylle Spieß. Seit 2016 ist sie mit der familieneigenen Kamera unterwegs, „seit wir hier bei der TSG in Haßloch sind“. Obwohl sie ihre Kamera immer schnell hin- und herschwenken muss, um auf Ballhöhe zu sein, „kriege ich schon was vom Spiel mit“, erzählt sie. Sie versuche immer, auch ein bisschen „obendrüber zu gucken“, verrät die Kamerafrau lachend.
Dass allerdings alle Mannschaften der Pfalzliga ihre Spiele aufnehmen und die Aufzeichnungen wie beispielsweise bei den Handballern in der Dritten Liga für die Teams online gestellt werden, „davon träumen wir noch“, gesteht Sibylle Spieß.