Haßloch Gedenken an Opfer der NS-Diktatur

Am Naturfreundehaus ist eine Gedenktafel angebracht worden.
Am Naturfreundehaus ist eine Gedenktafel angebracht worden.

Am Haßlocher Naturfreundehaus ist eine Gedenktafel enthüllt worden, mit der an Opfer der NS-Diktatur aus Haßloch erinnert wird.

Auf der Tafel sind 13 Namen von Männern aus Haßloch zu lesen, die sich bereits 1933 öffentlich gegen die NS-Diktatur engagiert haben. Unter ihnen ist auch der jüdische Kaufmann Leo Loeb zu finden, der 1930 zum Dritten Bürgermeister von Haßloch gewählt, 1933 von den Nazis seines Amtes enthoben und 1943 in Auschwitz ermordet wurde. Die auf der Gedenktafel genannten Männer wurden schon im März und April 1933 wegen ihres politischen Engagements vom Naziregime in „Schutzhaft“ genommen und gefoltert.

Die Enthüllung der Tafel war nach den Worten von Karlheinz Neufeld, Vorsitzender der Ortsgruppe Haßloch, Teil der Aktion „Frieden in Bewegung 2023“. Die Aktion, die Mitglieder der Naturfreunde am 26. April vor dem Europaparlament in Straßburg gestartet haben, soll nach 68 Tagen und über fast 1000 Kilometern am 2. Juli am ehemaligen KZ Theresienstadt im heutigen Tschechien enden. Die Enthüllung der Tafel nahm Eberhard Dittus vor, der ehemalige Vorsitzende der Gedenkstätte für NS-Opfer in Neustadt.

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