Esthal RHEINPFALZ Plus Artikel Frühjahrsempfang: Ehrenamtliche machen das Leben in Esthal besser

Mit einem kleinen Präsent wurden beim Frühlingsempfang zahlreiche engagierte Esthaler geehrt.
Mit einem kleinen Präsent wurden beim Frühlingsempfang zahlreiche engagierte Esthaler geehrt.

Das große Engagement vieler Esthaler für ihr Dorf hat sich nicht geändert. Beim Frühjahrsempfang im Bürgerhaus ehrte Bürgermeister Gernot Kuhn (CDU) mehr als 50 von ihnen.

1332 Einwohner hat Esthal, das sind 21 weniger als ein Jahr zuvor. Dazu kommen 59 Menschen, die einen Nebenwohnsitz in Esthal angemeldet haben. „Proppenvoll“ sei die Kindertagesstätte, alle 56 Plätze seien belegt, sagte Kuhn. Auch die zusätzlichen Plätze, die durch einen Umbau entstehen, seien bald vergeben. Dagegen besuchen die Grundschule laut Kuhn nur 34 Kinder, die in zwei Doppelklassen unterrichtet werden. In den kommenden Jahren werde die Anzahl der Grundschüler allerdings ansteigen.

Der Bürgermeister äußerte die Hoffnung, dass die neue Landesregierung die Finanzsituation der Kommunen verbessern werde. Er erklärte, der Haushaltsplan der Gemeinde für das laufende Jahr sei so „hingerechnet“ worden, dass er einen Überschuss von 200 Euro ausweist. Doch in der Realität sei der Haushalt im Defizit. Um das zu ändern, müsse eigentlich die Grundsteuer B angehoben werden. Man sei sich aber einig, dass „wir nicht höher gehen wollen“.

Warten auf Umnutzung des Sparkassen-Gebäudes

Statt den Gemeinden durch Förderprogramme Geld zukommen zu lassen, wäre es sinnvoller, sie finanziell besser auszustatten, sagte Kuhn. Zudem hätten die Verwaltungen wegen der Förderprogramme immer mehr Arbeit. Zwar könne Esthal mit den 167.000 Euro, die die Gemeinde aus dem „Regionalen Zukunftsprogramm“ des Landes erhält, viele Projekte realisieren. Doch wäre es nach Ansicht Kuhns besser, wenn die Gemeinde selbst entscheiden könnte, was sie wann angeht. „Es wird nicht langweilig“, sagte Kuhn mit Blick auf elf Projekte, die mit Geld aus dem „Regionalen Zukunftsprogramm“ realisiert werden sollen.

Er habe festgestellt, „dass immer mehr Projekte nicht vorwärts kommen“, ergänzte der Bürgermeister. So sei für die Umnutzung des ehemaligen Sparkassen-Gebäudes 2025 ein Förderantrag gestellt worden, doch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion verlange immer wieder weitere Unterlagen. Ebenso dauere es „unheimlich lange“, bis die Verbandsgemeinde Lambrecht wie geplant die Küche in der Grundschule erneuert und Toiletten einbaut. Für die Anlieger der Stichstraße der Bergstraße werde die erstmalige Erschließung des Straßenstücks ein „hartes Brot“, räumte Kuhn außerdem ein. Denn sie müssen 90 Prozent der Kosten zahlen.

Erfreuliches hatte Kuhn von den Esthaler Vereinen zu berichten, die er als „sehr rege“ lobte und von denen sich einige beim Frühjahrsempfang vorstellten. So feiert der Musikverein Esthal sein 50. Jubiläum, unter anderem mit dem „Heckefeschd“ im Juni. Beim ASV Esthal gibt es mit Darts eine neue Abteilung. Ein Zeltlager für Kinder, das die Dorfjugend im vergangenen Jahr erstmals angeboten hat, ist auch für 2026 wieder geplant. Auch das Metal- und Hardrock-Festival „Waldhalla Open Air“, das ebenfalls im vergangenen Jahr Premiere hatte, soll erneut stattfinden.

Schon mehrere Leben gerettet

Besonders hob der Bürgermeister die First Responder hervor, die aus der Feuerwehr entstanden sind. Sie hätten für Esthal einen „hohen Mehrwert“ und schon mehrere Leben gerettet. Kuhn berichtete, dass Christian Theobald sowie Steven und Sascha Kaiser den alten Sportplatz wieder herrichten. Als Präsent bekamen alle Geehrten ein von Myriam Gödel gestaltetes Holzkästchen mit der Silhouette und dem Wappen von Esthal.

Die Geehrten

Ehrenamtliche: Carmen und Michael Knoll, Josef Buschlinger, Ilona und Johann Datzer, Alfred Kuhn, Albert Kuhn, Gabriele Kaiser, Hildegund Wolf, Harald König, Irene Kuhn, Christoph Weitzel, Christian Theobald, Steven Kaiser, Sascha Kaiser, Christian Ziegler, Torsten Buschlinger, Petra und Wolfgang Rapp, Sabrina und Andreas Rapp, Sybille Kuhn, Anna-Lena Ziegler, Heinrich Kaiser, Ingrid Haag, Helmut Weitzel, Günther Kaiser und Manfred Degenkolb. Vereine: Torsten Buschlinger (Feuerwehr Esthal), Bianca Datzer (Obst- und Gartenbauverein), Theo Neubert (Pfälzerwald-Verein) und Hans-Sebastian Wilhelm (Förderverein Kindertagesstätte). Helfer „Du bist Esthal“: Gabriele und Karl Kaiser, Harald und Tanja König, Alfred Kuhn, Carmen Knoll, Bernd Wenzel, Irene Buschlinger, Thomas Engelmann, Dorothea Esser, Petra Faath, Pia Neumann, Marion Jakob, Manfred Klein, Toni Rauch, Beate Gulba, Klemens Niessen und Jessica Stroh. Helfer Mehrgenerationenweg: Gabriele Kaiser, Alfred Kuhn, Albert Kuhn, Christian Theobald, Walter Lässig, Ernst Kaiser, Helmut Weitzel, Walter Wolf, Udo Kaiser, Jan Schneider, Gaby Eisenhauer, Karl Breiner und Harald König.

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