Neustadt Emma schon auf vielen Smartphones

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„Emma“ hat ihre ersten Gehversuche erfolgreich gemeistert: Rund 80 Bürger (Stand Montag) haben die Elektronische Mängelmelder-App der Stadtverwaltung bereits genutzt, um auf Missstände hinzuweisen, die sie entdeckt haben.

Seit Ende 2015 ist die App sowohl im Google-Play-Store als auch im Apple-Store erhältlich und kann kostenlos auf Smartphones oder Tablet-PCs heruntergeladen werden (wir berichteten). Die Testphase im Dezember sei erfolgreich verlaufen, sagt Stadtpressesprecherin Dagmar Staab auf Nachfrage der RHEINPFALZ. Wie oft die Anwendung bereits heruntergeladen worden sei, könne man allerdings nicht nachvollziehen. Aber die Resonanz sei gut: Rund 80 Bürger hätten bislang auf Mängel im Stadtgebiet hingewiesen, und einige davon hätten auch schon mehrere Meldungen geschickt, so Staab. Im Google-Play-Store werden für Emma derzeit rund 100 Downloads angezeigt. Schwierigkeiten bereiten der Verwaltung Meldungen mit Fotos „in freier Wildbahn“, da man diese nicht zuordnen könne. „Hilfreich wären exakte Beschreibungen und/oder Straßennamen mit Hausnummern“, erläutert die Stadtsprecherin. Denn wenn jemand ein Foto nicht sofort an Ort und Stelle, sondern erst später zum Beispiel von zu Hause aus verschickt, werden die GPS-Daten des Versendeorts und nicht die der fotografierten Stelle mitgeliefert. Und wenn dann die genaue Ortsbeschreibung fehlt, ist die Verwaltung ziemlich ratlos. Es seien bereits mehrere Mängel beseitigt worden, auf die Bürger mit Hilfe der App aufmerksam gemacht hätten, berichtet Staab und zählt auf: Vandalismus auf Spielplätzen, ein Auto verliert täglich jede Menge Öl, viele Müllmeldungen, ein herrenloses Fahrrad steht seit Monaten am Reitverein, Gestrüpp hängt über die Mauer eines Grundstücks, Parken auf dem Bürgersteig. In der Facebook-Gruppe „Öffentlicher Protest gegen die derzeitige Situation in Neustadt“, die mehr als 2500 Mitglieder zählt, wird das Thema „Emma“ eifrig diskutiert. Dort finden sich auch Erfahrungsberichte, negative wie positive. Die negativen Beispiele bezögen sich meist auf „Mängel, die wir nicht beheben können“, erläutert Staab. Dazu zähle etwa Müll auf dem Bürgersteig, was nicht Sache der Stadtverwaltung, sondern der jeweiligen Anlieger sei. Und Meldungen wie „Schlagloch in der Konrad-Adenauer-Straße“ habe man „in der Pipeline“, da das betroffene Teilstück der Straße in diesem Jahr sowieso saniert und das Loch damit automatisch entfernt werde. Ansonsten werde versucht, schnell zu handeln, die gemeldeten Mängel von den Fachabteilungen beheben zu lassen. Das könne aber nicht immer gelingen: „Es gibt Fälle, in denen erst Ersatz bestellt werden muss, zum Beispiel, wenn auf einem Spielplatz eine Wippe zerstört wurde“, so Staab. (ffg) Einwurf

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