Neustadt Emma ist online

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Mit ihrer „Elektronischen Mängelmelder App“ (Emma) will die Stadt Smartphone-Besitzern die Möglichkeit geben, schnell und unkompliziert auf einen Mangel hinzuweisen, den sie im Stadtgebiet entdecken (wir berichteten). Sie ist inzwischen sowohl im Google-Play-Store als auch im Apple-Store erhältlich. Noch befindet sich das Ganze aber in der Testphase, wie die Stadtverwaltung auf Nachfrage informiert. Wer einen überfüllten Mülleimer, eine kaputte Lampe oder ähnliche Ärgernisse entdeckt, soll mit seinem Handy ein Foto machen, die Mängel kurz beschreiben, ein paar Angaben zur Person anfügen – und ab geht die elektronische Post ins Rathaus. Dort kommt sie beim Sachgebiet 113 an (Öffentlichkeitsarbeit und Gremien). Die dortigen Mitarbeiter sollen dann intern bei den entsprechenden Stellen nachfragen, die Antworten sammeln, die Beseitigung des jeweiligen Mangels auf den Weg bringen und den Bürgern, die die Mängel gemeldet haben, eine zügige Rückmeldung geben. Eine Allzweckwaffe im Kampf gegen Missstände könne die App natürlich nicht sein, sagte Hauptamtsleiter Andreas Günther bei der Vorstellung des Projekts Ende September im Innenstadtbeirat: „Aber wir versprechen uns dadurch zumindest einen besseren Überblick und ein besseres Gefühl, wo welche Mängel noch offen sind.“ Hersteller der App ist die Behörden Online Systemhaus GmbH München, die seit Jahren mit dem Schulbeförderungssystem für Neustadt betraut ist. Emma gibt es in einer Ios-Version für Apple-Smartphones (I-Phone) und Apple-Tablets (I-Pad) sowie in einer Google-Version für Geräte mit dem Betriebssystem Android. Den Dezember wolle man dazu nutzen, die App intern zu testen, sagt Stadtpressesprecherin Dagmar Staab. Entscheidend ist dabei vor allem, ob das sogenannte Ticketsystem funktioniert. Diese Methode kommt in vielen Bereichen der Verwaltung zur Anwendung. Ein Anliegen – im Fall von Emma das Melden eines Mangels – erhält dabei ein Ticket, das es zur weiteren Bearbeitung behält, damit immer klar ist, um welches Anliegen es sich handelt. „Die Abläufe werden jetzt innerhalb der Verwaltung sozusagen trainiert“, erläutert Staab. Offensiv bewerben wolle man die kostenlose Mängelmelder-App dann erst im Januar, wenn alles funktioniere und die Abläufe reibungslos seien. Im kurzen Selbstversuch ließ sich die App am Dienstag problemlos aus dem Play-Store von Google herunterladen. Anzahl der Downloads bis dahin: zehn. Erlauben muss der Benutzer den Zugriff auf seinen Standort, auf Fotos/Medien/Dateien und auf die Kamera. Dadurch können die Mitarbeiter in der Verwaltung gleich am Bild „ablesen“, wo genau es aufgenommen wurde; GPS muss aktiviert sein. Der gesamte Vorgang nahm zwar ein wenig Zeit in Anspruch, aber die Testmeldung funktionierte. Und keine Minute später kam die E-Mail mit dem Absender „EMMA“, auf der ein Bestätigungslink angeklickt werden muss. (ffg)

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