Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Elmstein: Beschluss zu Brückensanierung aufgehoben

Die Brücke ist zurzeit für Laster mit einem Gewicht über 9 Tonnen gesperrt.
Die Brücke ist zurzeit für Laster mit einem Gewicht über 9 Tonnen gesperrt. Foto: Mehn

Die Brücke in der Straße Am Ehrenfelsen in Elmstein wird entgegen der bisherigen Planung entweder gar nicht oder nur teilweise saniert. Im April hatten der Gemeinderat beschlossen, dass die Brücke saniert werden soll. Dieser Beschluss wurde am Donnerstag aufgehoben.

„Ich habe mich über den Beschluss des Gemeinderats hinweggesetzt“, sagte Bürgermeister Rene Verdaasdonk (SPD). Derzeit darf die Brücke nur von Lkw mit einer Tonnage bis zu neun Tonnen befahren werden. Das führt zu Problemen, da etwa Heizöllaster und viele Feuerwehrfahrzeuge schwerer sind. Wie Verdaasdonk berichtete, hat er die Brücke von einem Ingenieur prüfen lassen. Dieser habe festgestellt, dass die insgesamt zwölf Meter breite Brücke nur auf einer Breite von 2,50 Metern problematisch sei. Wenn die Restbreite für Lkw ausreiche und deren Gewicht tragen könne, könne die marode Seite durch ein Gitter abgesperrt und nur noch für Fußgänger frei gegeben werden. Falls das nicht möglich sei, soll die marode Seite durch ein Beton-Fertigteil ersetzt werden. SWG-Fraktionssprecher Stefan Herter sagte, er glaube nicht, dass berechnet werden könne, ob die intakte Seite stabil genug ist, um schwere Lkw zu tragen. Denn es gebe keine Unterlagen über den Bau der Brücke.

Uneins in Sachen Minigolfanlage

Unterschiedliche Auffassungen gibt es zum Thema Minigolfanlage. Die Gemeinde soll die Bahnen der Minigolfanlage erneuern, da sie in einem schlechten Zustand seien, forderte die SWG. Herter erinnerte daran, dass die Gemeinde Eigentümerin der Anlage ist. Zudem sei der Minigolfplatz wichtig für den Tourismus, und es komme letztendlich der Gemeinde zugute, wenn den Touristen attraktive Angebote gemacht werden. Ortsbürgermeister Verdaasdonk sieht das anders. Es gebe einen Vertrag, demzufolge der Verein für Touristik für Unterhalt und Instandsetzung des Platzes zuständig sei, sagte er. Über diesen Vertrag wolle er sich nicht hinwegsetzen. Herter hielt dem entgegen, dass der Verein die Erneuerungen nicht zahlen könne.

Verdaasdonk ist allerdings der Auffassung, dass es gar nicht erforderlich sei, die Bahnen zu erneuern. „Die sind nicht schlecht, nur der Untergrund ist schief“, sagte er. Man müsse nur die Bahnen abheben, den Untergrund einebnen und die Bahnen wieder aufsetzen. Herter ist der Meinung, dass das nicht möglich sei, da die Bahnen aus Asbestzement seien. Wenn beim Abheben der Bahnen Asbest entweiche, gebe es Probleme, erklärte er. Der Asbestzement sei bereits jetzt an einigen Stellen schadhaft, ergänzte Ulrich Huber (CDU). Man kam schließlich überein, dass bei einem Ortstermin geprüft werden soll, was möglich ist.

Ratssplitter

Trägerverein Nachbarschaftshilfe. Der 2013 gegründete „Trägerverein Nachbarhilfe – Initiative Bürger helfen Bürgern“ wird aufgelöst. Das hat der Elmsteiner Gemeinderat einstimmiger beschlossen. Der Verein sei 2013 als ein Ergebnis der Dorfmoderation gegründet worden, aber nie aktiv gewesen, so Ortsbürgermeister René Verdaasdonk. Das Guthaben des Vereins in Höhe von rund 600 Euro bekommt die Gemeinde.

Möllbachweiher. Stefan Herter (SWG) verwies darauf, dass die Sedimente aus dem Möllbachweiher dringend entfernt werden müssten. Verdaasdonk sagte, dass gemeinsam mit der Feuerwehr nach einer Lösung gesucht werde. Wahrscheinlich sollen die Sedimente in ähnlicher Weise beseitigt werden, wie dies beim Helmbachweiher geplant ist.

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