Neustadt Einkaufsmarkt Nummer fünf

Filialleiter Rajmond Lapp bietet Yvonne Eichelberger und Sohn Ragnar im Bereich „Meine Backwelt“ Häppchen zum Probieren an.
Filialleiter Rajmond Lapp bietet Yvonne Eichelberger und Sohn Ragnar im Bereich »Meine Backwelt« Häppchen zum Probieren an.

Sie ist einer von rund 1900 Standorten in Deutschland, die neue Aldi-Filiale in der Lambrechter Hauptstraße. Auf 1150 Quadratmeter Fläche hat das Unternehmen innerhalb von neun Monaten einen Discounter hochgezogen, der den vier bestehenden Einkaufsläden in der Stadt Konkurrenz macht. Gebaut wurde nach dem aktuellen Aldi-Konzept.

Der erste Schwung Kunden stürmte den Laden zur Eröffnung gestern Morgen um 8 Uhr. Auch um 10 Uhr war der Parkplatz gut gefüllt, nicht lange danach schon wieder rappelvoll. „Wir haben heute schon mehrfach gehört, wie schön es ist, dass es in Lambrecht endlich einen Aldi gibt“, berichtet Julia Thol, als Regionalverkaufsleiterin für Lambrecht zuständig. Der Markt besticht durch helles Grau, Holzoptik und Übersichtlichkeit dank des Kundenleitsystems, das zum Beispiel über Beschriftungen an der Wand den Kunden zeigt, wo sich welche Warengruppen befinden. Neun Mitarbeiter arbeiten dort – das dreiköpfige Führungsteam und sechs Verkäufer. Eine Woche lang haben die Mitarbeiter laut Thol die Waren in die Regale einsortiert. Rund 2200 Produkte finden die Kunden in der Lambrechter Filiale, davon 330 biozertifiziert, einige aus der Region. 32 Artikel gibt es im Bereich Backwaren. Diese werden jeden Tag geliefert und von den Mitarbeitern in mehreren Touren täglich aufgebacken, erklärt die Regionalverkaufsleiterin. Erster Eröffnungstermin 2017 Zunächst war die Eröffnung für die zweite Jahreshälfte 2017 angepeilt, dann vor Weihnachten 2018, dann diesen März. Nun wurde es doch Mitte April. Grund für die Verzögerungen war nach Angaben des Investors aus Darmstadt, der WGD Immobilien GmbH, zum Beispiel die Nähe zum Speyerbach. Wie im Januar berichtet, hätten wegen des Gewässerschutzes mehrere Auflagen eingehalten sowie ein Rückhaltebereich für Hochwasser angelegt werden müssen. Zudem seien auf dem Gelände Altlasten gefunden worden – Überbleibsel von den abgerissenen Häusern. Der Aushub habe teilweise als Sondermüll entsorgt werden müssen. Investiert wurden rund drei Millionen Euro. Zu- und Abfahrt erfolgen teilweise über das Gelände des danebenliegenden SBK-Marktes, da der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Speyer eine eigene Zufahrt auf der Bundesstraße 39 von Neustadt kommend abgelehnt hatte. Wie berichtet, hat der Investor mit dem SBK-Besitzer ein Überfahrtsrecht vereinbart. Thol: Märkte ergänzen sich Neben dem neuen Aldi gibt es in Lambrecht bereits vier Einkaufsmärkte, was bereits die Frage der Notwendigkeit eines weiteren aufgeworfen hat. „Die Filiale ist absolut nötig“, betont Thol, bleibt darüber hinaus aber vage: Vor allem zum SBK-Markt direkt nebenan sei Aldi eine gute Ergänzung hinsichtlich der Produkte. Thol: „Zudem erhoffen wir uns, vom Durchgangsverkehr zwischen Neustadt und Kaiserslautern zu profitieren. Schließlich ist vor allem morgens und abends einiges los auf der B 39.“ Seit 2016 modernisiert das Unternehmen nach und nach seine Standorte. Laut Aldi-Sprecher Tobias Neuhaus von der Zentrale in Mülheim an der Ruhr hat Aldi bislang 1100 der 1900 Filialen umgerüstet. Geöffnet ist die Filiale in Lambrecht von Montag bis Samstag jeweils von 8 bis 20 Uhr.

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