Handball
Dritte Liga: TSG Haßloch wartet weiter auf Erfolgserlebnis
Beim aktuellen Tabellenzweiten TV Gelnhausen musste sich der abstiegsgefährdete Drittligist TSG Haßloch erwartungsgemäß mit 24:37 (8:19) geschlagen geben. Von Beginn an dominierten die Gastgeber die Partie und zogen nach 20 Minuten bereits auf zehn Tore davon. Erfolgreichster Werfer der „Bären“ war Luis Maier, der nach über eineinhalb Jahren Verletzungspause immer besser zurückfindet.
„Es war klar, dass wir nach drei Trainingseinheiten keine Wunder erwarten durften“, sagte Christian Job, der erneut die schwierige Mission bei den „Bären“ übernommen hat. „Nachdem wir in den letzten Einheiten den Schwerpunkt auf den konditionellen Bereich sowie auf das Abwehrverhalten gelegt haben, lief es im Angriff nicht so, wie es sein sollte. Da war noch einiges konzeptlos. Daran werden wir arbeiten“, so Job. Dabei musste er auf vier Akteure verzichten: Neben Yannick Treiber und Niklas Klein fielen auch Julius Herbert und Sebastian Wieland verletzt aus.
Steigerung in Hälfte zwei
„Unser Ziel war es, mit einem guten Gefühl aus der Partie zu gehen“, erklärte Job. Das sei seiner Mannschaft nach einer deutlichen Steigerung in der zweiten Hälfte gelungen. „Gelnhausen ist eine tolle, junge Mannschaft, die mit viel Tempo agiert. Da war schon im Vorfeld klar, dass wir Mühe haben werden, diesem zu folgen“, so Job. Trotzdem steckten die „Bären“ nach klarem Rückstand „den Kopf nicht in den Sand“ und boten in den letzten 30 Minuten dem Gastgeber durchaus Paroli.
„Mir ging es darum, das, was wir zumindest in der Deckung trainiert haben, auch im Spiel umzusetzen. Die Mannschaft hat das in der zweiten Hälfte auch gut gemacht“, so Job. Der Trainer setzt auf einen konzeptionellen Handball mit klaren Abläufen und weniger auf das freie Spiel. „Aber so etwas braucht auch Zeit.“ Job arbeitet mit den Jungs viel an den Grundlagen. „Wir brauchen eine andere Einstellung, mehr Leidenschaft, mehr Kampf. Ich will sehen, dass jeder alles dafür gibt. Entscheidend ist für mich, wie sich die Mannschaft präsentiert. Da haben wir in Gelnhausen schon mal den ersten Schritt gemacht.“