Handball
Der nächste Paukenschlag in Haßloch
Nach dem Trainerwechsel von Kevin Seelos auf Philipp Rogawski gibt es beim Handball-Drittligisten TSG Haßloch den nächsten Paukenschlag: Vor dem Heimspiel an diesem Samstag gegen den Longericher SC Köln (19.30 Uhr, TSG-Sportzentrum) hat Co-Kapitän Patrick Buschsieper seinen Rücktritt aus dem Kader erklärt. Er wird nicht mehr für die TSG Haßloch auflaufen.
Es sind persönliche Gründe, die der 31-Jährige anführt, die ihn dazu veranlasst haben, sich am Mittwochabend von der Mannschaft zu verabschieden. Auf RHEINPFALZ-Nachfrage bestätigte Buschsieper, dass die Gründe in der Person des neuen Trainers Philipp Rogawski liegen, aber nichts mit der sportlichen Qualifikation des neuen Manns an der Seitenlinie zu tun hätten. „Das mag ich auch nicht zu beurteilen, weil ich weder mit ihm zusammen gespielt noch bei ihm trainiert habe“, sagt Buschsieper. „Es sind ausschließlich menschliche Gründe“, ergänzt Buschsieper, ohne näher darauf einzugehen. So verabschiedete sich der Marketingexperte beim Fußball-Zweitligisten SV Darmstadt 98 „schweren Herzens“ von der von der Mannschaft. Er betonte, dass seine Entscheidung nichts mit der Mannschaft, dem Verein oder der aktuellen sportlichen Situation zu tun habe.
Seelos: Müssen Entscheidung akzeptieren
Buschsiepers Entscheidung hat auch Kevin Seelos überraschend: „Für mich als Sportlichen Leiter ist das natürlich eine Hiobsbotschaft – sowohl sportlich als auch menschlich. Ich habe versucht, ,Buschi’ umzustimmen, aber seine Entscheidung steht fest. Auch wenn ich sie persönlich sehr schade finde, müssen wir sie akzeptieren. Buschi war in den letzten zwei Jahren ein wichtiger Eckpfeiler in unserem Team und ein Vorbild für alle – auf und neben dem Feld.“
Auch Kapitän Florian Kern bedauert diese Entscheidung: „Es ist sehr, sehr schade für das Team. Er ist ein guter Freund von mir, ich hätte ihn unglaublich gerne nach wie vor im Team“, so Kern.
Buschsieper: Keine andere Wahl
„Die Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen. Ich habe sie mir wirklich lange und gut überlegt, aber aus persönlicher Sicht blieb mir leider keine andere Wahl. Die letzten zwei Jahre bei der TSG waren für mich eine ganz besondere Zeit – Mannschaft, Verein und Fans sind mir sehr ans Herz gewachsen, und ich werde das alles sehr vermissen“, sagt Buschsieper. „Wir werden uns mit Sicherheit in Zukunft noch das ein oder andere Mal in der Halle sehen.“ Er wünsche der Mannschaft und dem Verein alles Gute und hoffe sehr, dass der Klassenverbleib erreicht werde.