Neustadt „Das Rote Kreuz ist mein zweites Zuhause“
Seit über 55 Jahren engagiert sich Klaus Fuchs in vielen Funktionen für den DRK-Ortsverein Haßloch/Meckenheim. Der heutige Zweite Vorsitzende wurde vom Roten Kreuz kürzlich für seinen großen Einsatz besonders geehrt.
„Der DRK-Ortsverein ist mein zweites Zuhause, denn von Jugend an bin ich mit dieser Einrichtung verbunden. Ein Leben ohne die Arbeit beim Roten Kreuz kann ich mir nicht vorstellen“, sagt Klaus Fuchs im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Anderen Menschen zu helfen: Diese Einstellung prägt bis heute sein Leben. Zum DRK kam der heute 72-Jährige durch die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs, den er als Lehrbub in der BASF absolvieren musste. Nachdem er vor 56 Jahren in die Jugendgruppe eingetreten war, arbeitete er als Helfer dort einige Zeit mit, ehe er die Leitung übernahm. Fuchs erinnert sich lebhaft an diese Zeit: „Damals befand sich unsere DRK-Stelle im Alten Schulhaus in der Langgasse, heute ist dort die Buchhandlung Friedrich. Die Räumlichkeiten waren sehr eng.“ Die Rettungsfahrzeuge waren bei den Fahrern selbst untergebracht, damals waren das Franz Kammel im Iggelheimer Weg und Rudolf Eisenbraun im Neustadter Weg. Ein edler Spender überschrieb dem DRK-Ortsverein dann den Bauplatz, auf dem heute die DRK-Gebäude in der Rotkreuz-Straße stehen. 1964, als die Maxburgstraße noch nicht vorhanden war, wurde gebaut. Der Neubau umfasste auch Garagen für die Rettungswagen und zwei Wohnungen, dort wohnten Mitarbeiter des DRK-Ortsvereins. In seiner aktiven Zeit hat Fuchs zahlreiche Arbeiten für das DRK verrichtet. Er war lange Zeit in seiner Freizeit als Fahrer des Rettungswagens im Einsatz und war Gruppenleiter bei der Aktiven Bereitschaft. Die Stunden seiner ehrenamtlichen Tätigkeit in den 56 Jahren kann er nicht mehr zählen, im Durchschnitt waren es bis zu 15 Stunden wöchentlich. Seit 24 Jahren bekleidet Fuchs das Amt des Zweiten Vorsitzenden. Zusammen mit dem damaligen Vorsitzenden Martin Weisbrod richtete er die DRK-Kleiderstube ein. Zweimal fuhr er mit einem Konvoi mehrere Rollstühle nach Wolczyn. „Ich erinnere mich, dass ich meine Verlobung mit meiner Gertraud auf der Rettungswache gefeiert habe“, sagt Klaus Fuchs, der seine Frau beim DRK kennengelernt hat: Sie engagierte sich auch in der Jugendarbeit beim DRK-Ortsverein. Dankbar ist er für ihr Verständnis, denn viele Jahre lang opferte er einen großen Teil seiner Freizeit er für das DRK. Noch fast täglich ist er auch heute noch im Rotkreuzhaus anzutreffen, aber die meiste Zeit verbringt er nun mit seiner Frau, der Familie seines Sohnes und mit dem Enkel. |my