Neustadt RHEINPFALZ Plus Artikel Bundespräsident Steinmeier und Neustadt feiern die Demokratie (mit Bildergalerie)

Gute Laune: Was Karin Henneke über die Wirtschaft in Neustadt zu erzählen hatte, gefiel dem Präsidenten und seiner Frau offensic
Gute Laune: Was Karin Henneke über die Wirtschaft in Neustadt zu erzählen hatte, gefiel dem Präsidenten und seiner Frau offensichtlich.

Mehrere tausend Menschen sind am Samstag nach Neustadt gekommen, um das Fest der Demokratie zu feiern. Mittendrin: ein ausgelassener und sehr interessierter Bundespräsident.

Zum dritten Mal feiert Neustadt das Fest der Demokratie. Dass dieses Mal sogar Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der neue rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder sowohl zum Festakt bei der Preisverleihung am Freitagabend aufs Hambacher Schloss gekommen waren und am Samstag auch noch die Neustadter Innenstadt und die hier vertretenen engagierten Bürger besuchen, sei „eine große Ehre“, betonte Oberbürgermeister Marc Weigel.

Die Neustadter waren neugierig aufs Staatsoberhaupt. Auf dem Marktplatz war kurz vor der Eröffnung kaum noch ein Platz frei. Als die ersten dann kurz vor 11.30 Uhr Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender erblickten, brandete Applaus auf. Steinmeier freute sich und winkte in die Menge. Damit war der Ton gesetzt. Denn Steinmeier, Schnieder und Weigel sprachen danach nicht nur auf der großen Festbühne. Sie statteten auch noch einer Reihe von Gruppen einen Besuch ab. Diese Tour durch die Innenstadt fiel mit 90 Minuten deutlich länger aus als geplant. Aber insbesondere Steinmeier und Büdenbender wurden immer wieder von begeisterten Menschen angesprochen, in kurze Dialoge verwickelt und um Fotos gebeten. Der Bundespräsident nahm sich für jede und jeden Zeit, lachte viel, war neugierig und lernte ganz viel über die Pfalz und Neustadt – vom Schlossberg-Gewürztraminer über den Winzerkittel bis zu den Elwetritsche.

Blick auf den Marktplatz während der Eröffnung.
Blick auf den Marktplatz während der Eröffnung.
Verschiedene Vereine präsentierten sich.
Verschiedene Vereine präsentierten sich.
Auch die Trachtengruppe präsentierte Raritäten.
Auch die Trachtengruppe präsentierte Raritäten.
Die Besucher sollten ihre Meinung zu Erfahrungen im Alltag mitteilen.
Die Besucher sollten ihre Meinung zu Erfahrungen im Alltag mitteilen.
Ein pfiffiger Hingucker.
Ein pfiffiger Hingucker.
Die Vertreter von der Haardt freuten sich morgens schon auf alles, was kommen mag.
Die Vertreter von der Haardt freuten sich morgens schon auf alles, was kommen mag.
Am Stand von Neustadts Partnerstadt gab es verschiedene Köstlichkeiten.
Am Stand von Neustadts Partnerstadt gab es verschiedene Köstlichkeiten.
Auch wichtig: Die Verpflegung muss stimmen.
Auch wichtig: Die Verpflegung muss stimmen.
Banner am Marktplatz.
Banner am Marktplatz.
Vor der Eröffnung mit dem Bundespräsidenten gab es auf der Bühne eine Sicherheitskontrolle. Dabei kam auch ein Suchhund zum Eins
Vor der Eröffnung mit dem Bundespräsidenten gab es auf der Bühne eine Sicherheitskontrolle. Dabei kam auch ein Suchhund zum Einsatz.
Spaß darf auch sein: Spielmöglichkeit für Kinder.
Spaß darf auch sein: Spielmöglichkeit für Kinder.
Beim Stand der Stiftung Hambacher Schloss konnte man am Glücksrad drehen.
Beim Stand der Stiftung Hambacher Schloss konnte man am Glücksrad drehen.
Die Kolpingskapelle Hambach bekam viel Lob und Applaus.
Die Kolpingskapelle Hambach bekam viel Lob und Applaus.
Musikalische Einlage: Bundespräsident Steinmeier, Elke Büdenbender und OB Weigel spielen Cello.
Musikalische Einlage: Bundespräsident Steinmeier, Elke Büdenbender und OB Weigel spielen Cello.
Sicherheitskräfte waren auch an den Fenstern des Rathauses platziert.
Sicherheitskräfte waren auch an den Fenstern des Rathauses platziert.
Der Verein ChorKult Lachen-Speyerdorf sang ein Lied, und das Froschkönigspaar stellte sich dem Bundespräsidenten vor.
Der Verein ChorKult Lachen-Speyerdorf sang ein Lied, und das Froschkönigspaar stellte sich dem Bundespräsidenten vor.
Für die prominenten Gäste gab es bei den Feucht-Fröhlichen Neustadtern ein Glas Gewürztraminer vom Hambacher Schlossberg.
Für die prominenten Gäste gab es bei den Feucht-Fröhlichen Neustadtern ein Glas Gewürztraminer vom Hambacher Schlossberg.
Angeregter Austausch: Elke Büdenbender und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier plaudern mit Ministerpräsident Gordon Schnied
Angeregter Austausch: Elke Büdenbender und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier plaudern mit Ministerpräsident Gordon Schnieder.
RHEINPFALZ-Chefredakteur Yannick Dillinger (rechts) diskutierte mit Torsten Kleditzsch, Chefredakteur der Freien Presse in Chemn
RHEINPFALZ-Chefredakteur Yannick Dillinger (rechts) diskutierte mit Torsten Kleditzsch, Chefredakteur der Freien Presse in Chemnitz, über die Situation der Presse.
Am Lernort Gestapo-Keller wurden Boxen signiert.
Am Lernort Gestapo-Keller wurden Boxen signiert.
Hier die Unterschriften von Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender.
Hier die Unterschriften von Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender.
Stärkung für die Ehrengäste im Rathausinnenhof.
Stärkung für die Ehrengäste im Rathausinnenhof.
Abschlussbild im Rathausinnenhof: Steinmeier, seine Frau Elke Büdenbender, Ministerpräsident Schnieder und OB Weigel mit den Neu
Abschlussbild im Rathausinnenhof: Steinmeier, seine Frau Elke Büdenbender, Ministerpräsident Schnieder und OB Weigel mit den Neustadter Weinhoheiten, die für den Weinausschank sorgten.
Frank-Walter Steinmeier bei seiner Ansprache.
Frank-Walter Steinmeier bei seiner Ansprache.
Ein Autogramm für die Europafahne der Stadt.
Ein Autogramm für die Europafahne der Stadt.

Foto 1 von 25

Die Stationen bei den Ehrenamtlichen dauerten sogar so lange, dass Steinmeier und Büdenbender am Ende direkt abreisen mussten – und somit auf das eigentlich vorgesehene Mittagessen verzichteten. Das ließen sich dann aber Weigel und Schnieder mit weiteren Ehrengästen schmecken. Der Ministerpräsident blieb auch noch etwas länger in Neustadt, ehe der nächste Termin rief.

„Bekenntnis zur Demokratie“

Zuvor erinnerte Weigel in seiner Begrüßung an die Tausenden Menschen, die 1832 beim Hambacher Fest hinauf aufs Schloss zogen, um für Freiheit und Bürgerrechte zu kämpfen. An diesen Mut gelte es anzuknüpfen: „Fortschritt entsteht nicht durch Resignation, sondern durch Menschen, die Verantwortung übernehmen. Diese Kraft brauchen wir mehr denn je.“

Bundespräsident Steinmeier betonte in seiner Rede, dass man in Neustadt allen Grund zu feiern habe, denn mit dem Hambacher Fest sei hier Demokratiegeschichte geschrieben worden. Mit Blick auf das große Publikum auf dem Marktplatz meinte er: „Ihre Anwesenheit ist ein Bekenntnis zur Demokratie.“ Denn diese sei nicht nur Aufgabe der Politik, sondern „unser aller Angelegenheit“. Er dankte mehrfach allen, die sich in Vereinen und Gruppen engagieren: „Das Ehrenamt bleibt das Rückgrat unserer Gesellschaft. Lassen Sie uns unsere Demokratie feiern.“ Ministerpräsident Schnieder knüpfte an diese Gedanken an: Die vielen Menschen auf dem Marktplatz, die ja von einem Fest der Demokratie angelockt worden seien, seien „ein unglaublich schöner Anblick“. Er bekräftigte: „Ohne Menschen, die anpacken, wäre Demokratie nur ein leeres Wort.“ Schnieder lobte zudem und ausdrücklich die Vertreter der Neustadter Stadtgesellschaft, denn diese „verteidigen das Hambacher Schloss gegen rechtsnationale Vereinnahmungsversuche“.

Nach dem Abschied der Politik-Prominenz wurde in der Innenstadt bis zum späten Abend noch gefeiert. Es gab Informations- und Mitmachangebote, viel Musik sowie Möglichkeiten, gemütlich etwas zu essen und zu trinken. Die Neustadter Innenstadt war durchgehend sehr gut besucht und bot ein buntes, fröhliches Bild. Am Sonntag wird das Fest fortgesetzt: Dann gibt es vor allem auf dem Hambacher Schloss ein vielseitiges Programm.

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