Neustadt Auch Maria und Josef waren Flüchtlinge

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Bis zum 12. Dezember ist die Wanderausstellung „Gott hat den Fremdling lieb“ in der Aula des Hannah-Arendt-Gymnasiums (HAG) zu sehen. Die Schüler setzen sich in unterschiedlicher Weise mit dieser Thematik auseinander. Die Eröffnung der Ausstellung, die bisher im „ehrwürdigen“ Dom in Speyer gezeigt wurde, werde jetzt im noch „ehrwürdigeren“ HAG zu sehen sein und sei bewusst an den Beginn der Adventszeit gelegt worden: So beginnen zwei Schülerinnen ihre Rede. „Advent und Flüchtlinge gehören auf den ersten Blick nicht zusammen, aber auf den zweiten Blick schon“, verweisen die beiden auf die Weihnachtsgeschichte, auf Maria und Josef, auf Menschen, denen in ihrer Situation keine Hilfe angeboten wurde. Viele bekannte Personen der Bibel seien Flüchtlinge gewesen. Auch heute sei ständig von Menschen auf der Flucht zu hören: von schwangeren Frauen, mittellosen Männern und Kindern, die im Freien schlafen müssen und die nicht über Grenzen hereingelassen werden. Damals wie heute seien Flüchtlinge auf permanente Unterstützung angewiesen, „denn Hilfsbedürftige sind auch wertvolle Menschen“, betonen die beiden Schülerinnen. Gerade in der Adventszeit rücke die Hoffnung der Flüchtlinge auf eine bessere Welt ins Zentrum. Mit einer kurzen Spielszene zeigten Schülerinnen der 10. Klassenstufe, wie sie sich mit der Thematik auseinandergesetzt haben: Die Lichter der Adventszeit, Symbole für Frieden, Glaube und Liebe, können am Symbol Hoffnung, die es zu bewahren gilt, wieder entzündet werden. Um ein Zeichen gegen Fremdenhass und Rassismus zu setzen, hat die Schulgemeinschaft bunte Luftballons in den Himmel steigen lassen. An den Luftballons haben die Schüler selbst gestaltete Postkarten mit Botschaften gegen Rassismus befestigt. Rund 800 Luftballons sind gestern Vormittag in Richtung Himmel gestartet. Die Aktion sei bei der Luftfahrtbehörde angemeldet gewesen, sagte der stellvertretende Schulleiter Thomas Jung. An der Veranstaltung haben die Fachschaften für evangelische und katholische Religion, die Arbeitsgemeinschaft „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ des Gymnasiums und die Fachschaft für Musik mitgewirkt. |uhk

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