Direkt gefragt
1. FFC Niederkirchen: Gerd Freymüller über das Spitzenspiel gegen Wörrstadt
Obwohl der 1. FFC Niederkirchen seit Sonntag die Meisterschaft in der Frauenfußball-Verbandsliga Südwest nicht mehr aus eigener Kraft erreichen kann, war der Niederkirchener Trainer nach dem Abpfiff des Spitzenspiels gegen Tabellenführer TuS Wörrstadt nicht unzufrieden: Beim 2:2-Unentschieden habe sein Team dominiert und auch richtig gut Fußball gespielt.
Herr Freymüller, nach der ersten Spielhälfte führte der FFC mit 2:0. Sprach in der Pause mehr als der Spielstand für einen Niederkirchener Erfolg?
Ja. Wir haben deutlich mehr Spielanteile und Torchancen als Wörrstadt gehabt. Mir hat auch gefallen, dass wir immer mit spielerischen Mitteln Lösungen gesucht haben. Lediglich die Chancenverwertung war nicht gut.
Warum hat es außerdem nicht zum Sieg im Heimspiel gegen Wörrstadt gereicht?
Wörrstadt hat in der zweiten Hälfte versucht, mit langen Bällen auf die schnellen Spielerinnen Druck aufzubauen. Wir konnten das außer in einer Situation, die zum Anschlusstreffer führte, auch gut verteidigen. Danach haben wir weitere gute Chancen zum 3:1 vergeben. Unser Gegner kam dagegen noch zum glücklichen Ausgleich. Die Wörrstadterinnen haben es auch ausgenutzt, dass der Schiedsrichter nicht das Niveau des Spiels hatte.
Wie werten Sie das Unentschieden in Bezug auf den weiteren Saisonverlauf?
Das Ergebnis spielt logischerweise Wörrstadt mehr in die Karten als uns. Wenn wir gewonnen hätten und auch in allen restlichen erfolgreich wären, hätten wir zumindest ein Entscheidungsspiel um die Meisterschaft erzwingen können.
Am kommenden Wochenende ist der 1. FFC Niederkirchen spielfrei, bevor die Vorrunde ungeachtet des noch ausstehenden Nachholspiels gegen den SV Obersülzen am 23. November mit einem Auswärtsspiel bei Aufsteiger FC Phönix Bellheim zu Ende geht. Wie bewerten Sie den bisherigen Saisonverlauf insgesamt?
Wir sind ebenso wie Wörrstadt weiterhin ungeschlagen, haben in bisher zehn Spielen insgesamt nur neun Gegentore kassiert und generieren im Vergleich zur vergangenen Saison mehr Torchancen.
Haben Sie weitere Erkenntnisse gewonnen?
Leichtsinnsfehler, die am ersten Spieltag in Heltersberg nach unserer 2:0-Führung in der Schlussphase zu zwei Gegentoren geführt haben, machen wir inzwischen nicht mehr. Und die Spielerinnen wissen auch, dass sie mit jedem Gegner mit halten können.
Interview: Thomas Dill-Korter