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Freitag, 03. Mai 2019 Drucken

Neustadt

Stadtleben: Es tut sich was – aber langsam

Das alte Fachwerkhaus ist vor Regen geschützt.

Das alte Fachwerkhaus ist vor Regen geschützt. ( Archivfoto: Linzmeier-Mehn)

Im hinteren Teil gleicht das alte Fachwerkhaus in der Theodor-Heuss-Straße 51 (Lachen-Speyerdorf) mehr einem Gerippe als einem Haus. Ein Zeichen dafür, dass dort gearbeitet wird. Denn die begonnene Sanierung durch den Verein Projekt 51 heißt zunächst einmal Rückbau. Besonders im hinteren Teil, wo der Zustand des Hauses aus dem Jahr 1685 am schlechtesten war.

Die Arbeiten liefen, sagt Vereinsvorsitzender Olaf E. Bergmann. Allerdings langsamer, als er dachte und hoffte. Zum einen habe er unterschätzt, wie schwer es sei, Handwerker zu bekommen. Vor allem für eine so spezielle Baustelle. Zum anderen habe er mit größerer Unterstützung gerechnet. Doch letztlich seien es nur vier oder fünf Helfer, die mitanpackten. Der Einsatz der Ehrenamtlichen ist notwendig, denn der Verein bekommt zwar Fördergelder von der Stadt und der Deutschen Denkmalstiftung (wir berichteten), muss aber auch einen Eigenbeitrag leisten.

Zurzeit geht es darum, das Fachwerk zu sanieren. Zahlreiche Balken sind zum Teil morsch, müssen also ausgebaut, geschnitten, angelängt und dann wieder eingebaut werden. Teilweise muss das Holz allerdings auch ersetzt werden. Dafür muss es erst einmal gekauft und dann zugeschnitten werden. „Da steckt unglaublich viel Arbeit dahinter“, sagt Bergmann.

Der ursprüngliche Zeitplan könne daher nicht eingehalten werden. Üblicherweise müssten Gelder der Deutschen Denkmalstiftung innerhalb eines Jahres abgerufen werden. „Wir haben aber eine Verlängerung bis Ende des Jahres bekommen“, erklärt Bergmann.

Bei all dem geht es erst um die erste Bauphase. Die Wiederherstellung des Dachs beispielsweise ist dabei noch gar nicht eingeplant. Bergmann will deshalb schon im Sommer einen Antrag für weitere Fördergelder stellen. Zeitlich gesehen, sei das alles kein Problem. Denn das Fachwerkhaus ist eingehaust und damit vor Regen geschützt. |kkr