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Mittwoch, 25. März 2020 - 19:09 Uhr Drucken

Neustadt-Ticker

Neustadter OB: Marienhaus GmbH soll Träger von Notkrankenhaus werden

Das Notkrankenhaus der Stadt Neustadt in Lachen-Speyerdorf.

Das Notkrankenhaus der Stadt Neustadt in Lachen-Speyerdorf. (Foto: Mehn)

Das Neustadter Notkrankenhaus bei den Diakonissen in Lachen-Speyerdorf wird jetzt doch erst in Betrieb gehen, wenn die Trägerschaft geklärt ist. Das hat Oberbürgermeister Marc Weigel am späten Mittwochabend mitgeteilt. Er wartet auf die Zusage der Marienhaus GmbH, dass sie das Notkrankenhaus als Ersatzkrankenhaus für das Hetzelstift anerkennt, dessen Träger sie ist. Die Stadt, so Weigel, sei bereit, die Kosten für die Errichtung des Notkrankenhauses zu übernehmen, betrieben werden sollte es aber von der Marienhaus GmbH. Falls diese nur dann dazu bereit sei, wenn das Land die dabei anfallenden Kosten übernimmt, ist Weigel optimistisch: Er habe Signale vom Land bekommen, dass es wegen der besonderen Situation von Neustadt zustimmen würde. Diese Situation besteht darin, dass Neustadt laut OB die einzige Kommune im Land ist, die ein Notkrankenhaus eingerichtet hat, ohne selbst Träger eines Krankenhauses zu sein. Er denke, dass alle zusammen das hinbekommen, meinte Weigel. Schließlich diene das Notkrankenhaus vor allem dazu, das Hetzelstift zu entlasten.

Auch für Südkreis Dürkheim

Das Notkrankenhaus soll auch für Corona-Risikopatienten aus dem südlichen Landkreis Bad Dürkheim offen sein. Das hat Weigel am Mittwoch Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld zugesagt. Die Behelfsklinik zählt 200 Betten. Die Stadt hatte am Freitag beschlossen, sie einzurichten. Die Diakonissen hatten spontan ja gesagt. Die Klinik soll dazu dienen, Corona-Risikopatienten, die keine Intensivbehandlung brauchen, in Lachen-Speyerdorf statt im Hetzelstift zu behandeln. Die Arbeiten zur Errichtung des Notkrankenhauses waren binnen 48 Stunden durch ehrenamtlichen Einsatz abgeschlossen worden. Die ärztliche Leitung und die Pflegedienstleitung hat das Marienhaus Klinikum Hetzelstift übernommen, hinzu kommen ehrenamtliche medizinische Fachkräfte und Helfer.

Schon 700 Abstriche

Derweil läuft das Corona-Testcenter, das seit 8. März besetzt ist, wie gewohnt. Über 700 Rachenabstriche wurden bislang gemacht. Es steht Menschen aus Neustadt und dem südlichen Landkreis Bad Dürkheim offen, die dazu eine Laborüberweisung von einem Arzt brauchen. Für mögliche Corona-Patienten aus dem Nordkreis ist seit Dienstag ein Testcenter in Grünstadt die richtige Adresse. Die Lage im GDA Wohnstift und im Hetzelstift war am Mittwoch stabil, wie der Oberbürgermeister am Abend auf Nachfrage informierte. Die Anzahl an positiv getesteten Corona-Verdachtsfällen in Neustadt nahm seit Dienstag um zwei zu und liegt nun bei 42. Ebenfalls um zwei auf 111 hat sich die Anzahl im Kreis Bad Dürkheim erhöht. Allerdings liegen von den jüngsten 170 Abstrichen, die Stadt- und Kreis-Einwohner betreffen, noch keine Testergebnisse vor. Im Kreis Südliche Weinstraße sind es nun 43 Fälle (plus sieben), darunter vier in der Verbandsgemeinde Maikammer.

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