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Donnerstag, 06. Juli 2017 Drucken

Neustadt

Neustadt: Flohmarkt für Fachwerkhaus

Beim „Projekt 51“ in Lachen-Speyerdorf gibt es Fortschritte: Das alte Fachwerkhaus, das vom Verfall bedroht ist, ist komplett eingehaust, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat einen Zuschuss in Aussicht gestellt. Der Verein muss nun einen Finanzierungsplan vorlegen.

Von Kathrin Keller

Eingehaust: das alte Fachwerkgebäude des Projekts 51.

Eingehaust: das alte Fachwerkgebäude des Projekts 51. ( Foto: Mehn)

Die Theodor-Heuss-Straße 51 ist zu einer ungewöhnlichen Baustelle geworden. Das alte Fachwerkhaus, zu dessen Rettung 2014 der Verein „Projekt 51“ gegründet wurde, hat ein Dach über dem Dach bekommen. Die Metallkonstruktion soll das vom Verfall bedrohte Gebäude, das aus dem Jahr 1685 stammt, vor Wettereinflüssen schützen und dafür sorgen, dass im Haus problemlos gearbeitet werden kann. Unter anderem müssen marode Holzbalken ausgetauscht werden.

Von Stadt und Land hat Olaf E. Bergmann, Vorsitzender des Vereins „Projekt 51“, bereits Unterstützung erhalten, jetzt steht ein Zuschuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Aussicht. Es geht um 50.000 Euro, allerdings muss der Verein die gleiche Summe selbst aufbringen und dann noch einmal Eigenleistung im Wert von 50.000 Euro einbringen.

„Bis zum 1. November muss ich einen Finanzierungsplan vorlegen“, sagt Bergmann. Eine erste größere Aktion ist bei der Kerwe in Lachen-Speyerdorf geplant. Am 20. August soll eine „Flohmarktmeile“ aufgebaut werden, deren Erlös für das Projekt verwendet werden soll. Bergmann macht aber deutlich, dass darüber hinaus auch Spenden notwendig seien. „Partner zu finden ist schwierig“, sagt er.

Der Künstler Bergmann betrachtet, wie mehrfach berichtet, Rettung und Erhalt des alten Fachwerkhauses auch als Teil eines Prozesses, den er als „erweiterte Kunst“ bezeichnet und an dessen Ende eine Kultur-Einrichtung für die Allgemeinheit stehen soll. Für die Renovierungsarbeiten soll eine Art Musterbaustelle eingerichtet werden. Die Einhausung soll etwa fünf Jahre stehen und Schutz für die anstehenden Arbeiten bieten.

Um auf den Verein und sein Anliegen aufmerksam zu machen, gibt es außerdem verschiedene Aktivitäten in der „Kantine 16“, der ehemaligen Kantine der Deutschen Bahn im östlichen Bereich des Hauptbahnhofs, die dem Verein von der Wohnungsbaugesellschaft zur Verfügung gestellt worden ist (wir berichteten am 24. April). Bergmann plant zurzeit eine Ausstellung, bei der es auch um das Thema Architektur und Fachwerk gehen soll. Eröffnung soll Anfang September sein.

Potentielle Unterstützer des Projekts können sich per E-Mail an post@projekt51.de mit den Verantwortlichen in Verbindung setzen.