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Dienstag, 23. April 2019 Drucken

Haßloch

Medienkompetenz auf dem Stundenplan

HASSLOCH: Schulträgerausschuss für Ausbau der digitalen Infrastruktur an Grundschulen – Schulen müssen noch Konzepte erarbeiten

Von Ute Heene-Krein

Digitale Medien sind für viele Kinder bereits selbstverständlich.

Digitale Medien sind für viele Kinder bereits selbstverständlich. ( Foto: dpa)

Der Ausbau einer zeitgemäßen digitalen Infrastruktur an den Haßlocher Grundschulen soll gefördert werden. Darüber waren sich die Mitglieder im Schulträgerausschuss einig. Während die CDU den „Digitalpakt Schule“ im Visier hat, schlägt die SPD auch die Teilnahme am Landesprogramm „Medienkompetenz macht Schule“ vor.

Die Leiterinnen der beiden Haßlocher Grundschulen, Gisela Serr (Schillerschule) und Nicole Ihrig (Ernst-Reuter-Schule) reagierten zurückhaltend auf die Anträge. Mit der Teilnahme am „Digitalpakt Schule“ müssten auch einige Bedingungen, darunter eine bessere personelle Ausstattung, erfüllt werden. Finanzielle Folgekosten müsse die Gemeinde als Schulträger tragen.

Den „Digitalpakt Schule“ will die CDU-Fraktion als „Chance für Haßloch nutzen“ und „unsere Schulen voranbringen“. Mit einem Antrag vom November 2018 und einem erneuten im Schulträgerausschuss wird die Verwaltung aufgefordert, entsprechende Konzepte zu erarbeiten, um „zügig Fördermittel erhalten zu können“. Wichtig sei die rechtzeitige Antragsstellung mit einem schlüssigen Konzept, begründete Renate Armbrust (CDU). Sobald die Konzepte beider Grundschulen vorliegen, soll der Gemeinderat die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen schaffen. Beate Gabrisch (SPD) schlug für ihre Fraktion auch die Teilnahme am rheinland-pfälzischen Programm „Medienkompetenz macht Schule“ vor.

Die Schulleiterinnen Serr und Ihrig verwiesen darauf, dass bereits seit Jahren viel dafür getan werden, um Medienkompetenz zu erarbeiten, „dafür muss man nicht an Projekten teilnehmen“. Zwar sei die Ausstattung mit Internet, Tablets oder interaktiven Whiteboards zu begrüßen, und beide Schulen würden auch das geforderte pädagogisch-technisch Konzept vorlegen. Zu bedenken gaben die Schulleiterinnen aber, dass die Folgekosten vom Schulträger getragen werden müssten. Bedingungen sind aus ihrer Sicht auch, dass geeignetes Personal eingestellt wird, sowie die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen und die Sicherstellung der Wartung. Auch in den Kollegien der Grundschulen müsse das Thema diskutiert werden.

Der Zweite Beigeordnete Ralf Trösch (SPD) und Andreas Rohr, Sozialverwaltung, betonten, dass „seit Jahren behutsam Medienkompetenz in die Schulen gebracht“ werde. Rohr geht davon aus, dass der „Digitalpakt Schule“ 2019 noch nicht umgesetzt werden könne. „Weder liegt die Handlungsrichtlinie für die Verwaltung vor, noch steht das Geld bereit“, sagte Rohr. Aber die Gemeindeverwaltung wolle den Antrag stellen und auch die Mittel für ihren Eigenanteil im Haushalt 2020 beantragen.

Einstimmig (bei einer Enthaltung) wurde beschlossen, dass es „zu begrüßen“ sei, die Fördermittel des „Digitalpakts Schule“ zu beantragen. Die Verwaltung wird aufgefordert, die geforderten Konzepte zu erarbeiten. Die endgültige Entscheidung wurde vertagt, bis beide Schulen ihr pädagogisch-technisches Konzept vorgelegt haben.

Neustadt-Ticker