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Mittwoch, 28. Februar 2018 Drucken

Neustadt

Hilfe für ein „besonders schönes Objekt“

Spendenschecks für „Projekt 51“ in Lachen-Speyerdorf übergeben

Von Kathrin Keller

Geldboten und -empfänger (von links): Marc Weigel, Roswitha Chéret, Dieter Noppenberger, Marco Trauth und Olaf Bergmann.

Geldboten und -empfänger (von links): Marc Weigel, Roswitha Chéret, Dieter Noppenberger, Marco Trauth und Olaf Bergmann. ( Foto: Mehn)

Für das „Projekt 51“, die Restaurierung eines alten Fachwerkhauses in Lachen-Speyerdorf, war gestern ein guter Tag: Vertreter zweier Geldgeber, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Stadt Neustadt, ließen sich vor Ort die demnächst anstehenden Sanierungsarbeiten erläutern.

Was in der Theodor-Heuss-Straße 51 in Lachen-Speyerdorf passiere, sei etwas Einmaliges, sagte Roswitha Chéret, Ortskuratorin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Das Besondere sei, dass hinter den Restaurierungsbemühungen ein Verein stehe, und dass dem alten Haus als Begegnungsstätte eine neue Bestimmung zukommen solle.

Die 50.000 Euro, die symbolisch an den Vereinsvorsitzenden Olaf E. Bergmann übergeben wurden, stammen, wie etwa 60 Prozent der Stiftungsmittel, aus Geldern der Lotterie Glückspirale (wir berichteten).

Weitere 30.000 Euro übergab Oberbürgermeister Marc Weigel (FWG). Angesichts vieler schützenswerter Häuser in Neustadt sei es eigentlich nicht üblich, dass Einzelprojekte gefördert würden, sagte er. In diesem Fall habe der Stadtrat aber beschlossen, eine Ausnahme zu machen. „Zur Motivation und als Anerkennung des Engagements“, so Weigel. Das Fachwerkhaus in der Theodor-Heuss-Straße sei ein „besonders schönes Objekt“ und, soweit bekannt sei, das älteste Haus in Lachen-Speyerdorf.

Dieter Noppenberger, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung von Lotto Rheinland-Pfalz, konnte das Alter des Gebäudes genau beziffern: 333 Jahre seien es, sagte er. „Wie man damals gebaut hat, ist wirklich erhaltenswert.“

Das Fachwerkhaus hat auch deshalb einen besonderen Wert, weil der Originalzustand kaum verändert wurde. Es verfüge über Konstruktions- und Ausstattungsdetails, die für die Hausforschung wichtig seien, so Chéret. Im vergangenen Jahr ist zum Schutz vor weiteren Schäden eine Überdachung aufgebaut worden, die es ermöglichte, den Bau trocken zu legen.

Voraussichtlich Ende März soll jetzt mit den Arbeiten begonnen werden, kündigte Bergmann an. Zunächst müsse „entrümpelt“ werden. Alle Materialien, die nicht zu retten sind, müssen entfernt werden. Dann geht es an die Sanierung des Dachs und des Fachwerks. Die Bauleitung obliege dem Verein, sagte Bergmann, der nun ein Team aus Handwerkern zusammenstellen will.