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Mittwoch, 16. Januar 2019 Drucken

Neustadt Land

Alles nach Plan

Nachgehakt: Die Sanierung der Hauptstraße in Ruppertsberg läuft ganz so, wie sie soll. Derzeit ist der dritte von fünf Bauabschnitten dran. Im Herbst soll die Baustelle fertig sein. Und anders als bei anderen Bauvorhaben sollen die veranschlagten Kosten hier nicht steigen.

Von Annegret Ries

Noch bis voraussichtlich September wird die Hauptstraße saniert. Hier der Blick von der Löwengasse aus.

Noch bis voraussichtlich September wird die Hauptstraße saniert. Hier der Blick von der Löwengasse aus. ( Foto: Mehn)

«Ruppertsberg.» Seit vergangener Woche arbeiten die Bauarbeiter wieder in der Ruppertsberger Hauptstraße, nachdem von kurz vor Weihnachten bis über den Jahreswechsel die Maschinen still gestanden waren. Man sei im Zeitplan, teilt Birgit Küppers, Mitarbeiterin des Landesbetriebs Mobilität (LBM), auf Anfrage der RHEINPFALZ mit. Die Bauarbeiten liefen, und es gebe keine Probleme, freut sich Ortsbürgermeisterin Ursula Knoll (CDU). Bis September soll die komplette Hauptstraße, die eine Kreisstraße ist, neu ausgebaut sein.

In der 540 Meter langen Ortsdurchfahrt werden, wie mehrfach berichtet, ein Regenwasserkanal eingebaut, Wasser- und Stromleitungen ausgetauscht, die Fahrbahn und die Gehwege erneuert. Ab dem westlichen Ortsausgang von Ruppertsberg wird die Fahrbahn der Kreisstraße 10 auf einer etwa 600 Meter langen Strecke saniert bis zu der Stelle, wo die K 10 auf die L 516 (Weinstraße) abzweigt.

Gearbeitet wird in fünf Bauabschnitten. Mit dem ersten Bauabschnitt wurde im Juni vergangenen Jahres, kurz nach dem östlichen Ortseingang aus Richtung Meckenheim kommend, begonnen. Hier wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass das Oberflächenwasser zukünftig in die Marlach geleitet werden kann. Dazu wird beim vorletzten Bauabschnitt am westlichen Ortseingang ein Stauraumkanal gebaut. Das dort gesammelte Wasser soll dann durch den Regenwasserkanal laufen, der entlang der gesamten Hauptstraße gelegt wird, und am östlichen Ortsausgang in die Marlach fließen.

Die Arbeiten an dem Kreuzungsbereich seien seit etwa August fertig, sagt die Sprecherin des LBM. Derzeit ist hier noch ein provisorischer Asphaltbelag. Die fehlende Deckschicht solle in den Osterferien, von 23. bis 30. April, aufgebracht werden. Dazu sei eine Vollsperrung erforderlich.

Auch bei den anderen Bauabschnitten ist während der Arbeiten die Straße komplett gesperrt. „Der Zugang für die Anwohner ist aber immer gewährleistet, das klappt gut“, sagt Knoll. Die Kommunikation zwischen den Anwohnern und den Mitarbeitern der mit den Bauarbeiten beauftragten Firma Wolff & Müller sei sehr gut. Ihr seien bisher keine Beschwerden vorgetragen worden.

„Ich werde mit den Bauarbeitern gut einig“, bestätigt Peter Anslinger, der in der Hauptstraße 44, die zum dritten Bauabschnitt gehört, eine Kfz-Werkstatt betreibt. Derzeit ist dieser Abschnitt an der Reihe. Trotzdem sei die Zufahrt zu seinem Betrieb möglich. „Wir haben eine gute Lösung gefunden“, sagt Anslinger. Die Straße vor seiner Werkstatt ist zwar aufgerissen, doch so, dass man sie mit dem Auto überqueren und auf einen Parkplatz auf der gegenüberliegenden Straßenseite fahren kann. Im Anschluss an den Parkplatz ist das Gelände des Installateurbetriebs von Antonius Orth. Während der Bauphase können die Kunden von Anslinger über das Gelände des Installateurbetriebs in die Schloßstraße fahren.

Komplett fertig ist nach Angaben von Küppers der zweite Bauabschnitt zwischen Abzweigung In den Kappesgärten und Einmündung Im Mandelacker. Im Abschnitt zwischen Im Mandelacker und dem Anwesen Hauptstraße 38 seien Wasser- und Stromleitungen bereits verlegt und auch die Arbeiten an den Hausanschlüssen seien abgeschlossen, teilt die Sprecherin des LBM mit. Nach dem neuen Regenwasserkanal kommen Fahrbahn und Gehwege an die Reihe, für diese Arbeiten sind acht Wochen veranschlagt. Derzeit wird der Abschnitt zwischen Baumgartenstraße und Von-Dalberg-Straße/Löwengasse saniert. Je nach Witterung soll der dritte Bauabschnitt bis etwa Ende März fertig sein.

Der vierte Bauabschnitt reicht bis zur Kreuzung Forst- und Mittelgasse. Fünfter Bauabschnitt ist dann der Bereich zwischen der Kreuzung Mittel- und Forstgasse und dem Ortsausgang. „Das wird problematisch, denn hier ist die Straße sehr eng“, sagt Knoll. Weiterer Teil des fünften Abschnitts ist die Erneuerung der Fahrbahn außerhalb des Orts bis zur L 516.

Laut Planung kostet der gesamte Ausbau rund 2,5 Millionen Euro. Nach derzeitigen Stand sei keine Kostenerhöhung zu erwarten, so Küppers.

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