Mannheim Zwei Harlem Globetrotters zeigen Schülern ihre Tricks

Die Basketball-Stars entdeckten am Mannheimer Gymnasium das eine oder andere Talent.
Die Basketball-Stars entdeckten am Mannheimer Gymnasium das eine oder andere Talent.

Das Basketball-Showteam aus den USA ist seit Jahrzehnten eine Marke. Zwei aktuelle Mitglieder der Truppe haben Schülern eines Mannheimer Gymnasiums eine ganz besondere Sportstunde beschert.

Das Mannheimer Ludwig-Frank-Gymnasium am Rande der Neckarstadt ist eine Eliteschule des Sports und Partner des lokalen Olympiastützpunkts. „Bei uns sind rund 180 Kadersportler aus unterschiedlichsten Disziplinen“, berichtete Schulleiter Stefan Weirether. Eine Sportstunde mit „Hops“ und „Buckets“ hatten aber auch die noch nicht erlebt.

Etwa 30 Sportler sind aktuell weltweit in drei Tourneen als Harlem Globetrotters unterwegs. Zwei davon sind Buckets Barrera und Hops Pearce. Aufgeregt waren aber nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer. „Ich habe ganz vergessen, ihnen zu sagen, dass hier an unseren Körben keine Dunkings möglich sind, bei denen man sich an den Ring hängt“, sagt Sportkoordinator Christian Stang.

Windschiefer Ring

Als Profis hatten das die beiden Basketballstars aber sowieso schon gesehen. Ebenso wie den etwas windschiefen Ring. „Offenbar hat sich doch irgendwann mal jemand drangehängt“, meinte Schulleiter Weirether und zuckte mit den Schultern. Dass die Globetrotters ihre eigenen Bälle mitgebracht hatten, erwies sich ebenfalls als guter Einfall. An den Spielgeräten bestand an der Eliteschule des Sports zwar kein Mangel, aber die Bälle hatten gewiss schon bessere Zeiten gesehen.

Eine knappe Stunde unterhielten die beiden Basketball-Showartisten Schüler und Lehrer. Ein großer Spaß, so wie die Abende mit den Globetrotters sowieso: „Wer zu einer Show der Harlem Globetrotter kommt, erlebt einen entspannten Abend voller Spaß und Unterhaltung“, so das eigene Selbstverständnis. Und das gelte auch für die Trainingseinheiten mit den Kindern und Jugendlichen, die über mögliche Müdigkeit hinweghelfen. Immerhin waren die beiden US-Amerikaner praktisch direkt aus dem Flieger in die Turnhalle chauffiert worden. „Aber die Kids geben einem so viel Energie, dass man sofort wieder fit ist“, sagte „Hops“ strahlend, während „Buckets“ ergänzte: „Es waren sogar ein paar echte Talente dabei.“

Bloß keine Würfe aus der Distanz

Dribbeln auf Schulter- und Fußknöchelhöhe, Ball abrollen über den Oberkörper, Würfe mit dem Rücken zum Korb und einiges andere mehr – die beiden Globetrotter aus Harlem brachten den Mannheimern leichte erste Tricks aus ihrem schier unerschöpflichen Repertoire bei. Nur das mit den Distanzwürfen wollte in der Halle nicht so recht klappen. „Vielleicht liegt das ja auch am defekten Ring“, mutmaßte Rektor Weirether.

Vielleicht lag es aber auch daran, dass Buckets Barrera eher ein Mann für die Kurzdistanz ist, 2017 einen Dunking-Wettbewerb gewonnen hatte. Eine Stärke, die er an diesem Tag nicht ausspielen konnte. Und auch Hops Pearce war 2018, dem Jahr, in dem er bei den Harlem Globetrotters begonnen hatte, im Halbfinale des landesweiten Slam-Dunk-College-Wettbewerbs. „Seither war ich in vielen Ländern der Welt und in 47 Staaten in den USA unterwegs.“

Gemeinsam mit Barrera machte er in Mannheim eine interessante Entdeckung: „Die Turnhalle hier riecht anders.“ Denn während in den USA normalerweise schwingende Holzfußböden verlegt werden, sind es in Deutschland vielseitigere Kunststoffböden. Die Mischung aus Schweiß und Nervosität in den Umkleidekabinen sei hingegen überall gleich, sagten die beiden lachend. Die komplette Show der Harlem Globetrotters gastiert in Mannheim am 20. April in der SAP Arena.

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