Ludwigshafen Wildpark: Zäune aufgeschnitten, Tiere entlaufen

Wenn Wild entläuft, kann es für Mensch und Tier gefährlich werden.
Wenn Wild entläuft, kann es für Mensch und Tier gefährlich werden.

Ein oder mehrere unbekannte Täter haben seit Oktober mehrfach Zäune im Wildpark Rheingönheim aufgeschnitten. In drei Fällen entliefen Tiere, konnten aber wieder eingefangen werden.

Erster Fall im Oktober

Der erste Fall ereignete sich Ende Oktober 2020, als laut Stadt sechs Sikawild durch einen aufgeschnittenen Zaun entkamen. Sie konnten aber von Wildpark-Mitarbeitern zurückgetrieben werden. Die Polizei veröffentlichte damals Informationen zu dem Fall und suchte Zeugen. Es habe aber keine Hinweise gegeben, teilt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Rheinpfalz nun auf Nachfrage mit. Er ergänzt: „Die Akte wurde mittlerweile nach Abschluss der Ermittlungen mit unbekanntem Täter an die Staatsanwaltschaft Frankenthal abgegeben.“

Gefährlich für Mensch und Tier

Einen zweiten Vorfall gab es im November, als ein Tor aufgeschnitten wurde, durch das laut Stadt zwei Tiere entkamen, die ebenfalls wieder eingefangen wurden. Ähnliches passierte am 25. Dezember. Damals wurden ein Seitentor des Parks und das Wildgehege gewaltsam geöffnet. Ein Hirsch entkam und lief in Richtung Rehbachtal. Auch er ist inzwischen wieder in seinem Gehege. Am Dienstag habe man zudem einen Teil eines Netzes im Geweih dieses Tiers gefunden. „Da sich im Gehege kein Netz befindet, muss sich hier wieder jemand Zutritt verschafft haben“, heißt es von der Stadt. „Dass dadurch sowohl für die Tiere als auch für Menschen eine Gefahr entsteht, ist der Person offensichtlich nicht bewusst.“

Anzeige erstattet

Laut Stadt wurde in allen Fällen Anzeige erstattet. Zudem seien Tore zusätzlich gesichert worden. Es werde überlegt, wie der Wildpark ergänzend gegen unbefugtes Betreten geschützt werden kann.