Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Wie Tabellenführer Mundenheim einen Verfolger abschüttelt

Der Mundenheimer Aaron Schleidweiler (Mitte) war ein Aktivposten in seinem Team – wieder einmal.
Der Mundenheimer Aaron Schleidweiler (Mitte) war ein Aktivposten in seinem Team – wieder einmal.

Die VTV Mundenheim bleiben in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar das Maß aller Dinge. Die VTV gewannen am Sonntagabend das Spitzenspiel beim Tabellenzweiten TuS Kaiserslautern-Dansenberg mit 26:24 (12:11). Allerdings mussten die Gäste zwischenzeitlich zittern. Die Entscheidung fiel erst kurz vor Schluss.

Die Pause machte sich bemerkbar. Zwei Wochen spielfrei hatte die Zweite Mannschaft des TuS Kaiserslautern-Dansenberg. Die junge Mannschaft brauchte daher etwas, um ihren Spielrhythmus zu finden. Die VTV Mundenheim dagegen blieb in ihrem Wettkampfmodus. Das zahlte sich aus. Früh führte Mundenheim mit einem drei Toren (4:1/7.). Die VTV blieben bis zur Mitte der ersten Halbzeit die spielbestimmende Mannschaft und hatten die Partie bis zum Stand von 7:4 (15.) weitestgehend unter Kontrolle.

Dann aber hatte Dansenberg wieder den Rhythmus gefunden. Mit einem 4:1-Lauf zum 8:8 (23.) kämpften sich die Schwarz-Weißen ins Spiel zurück. Von nun an war es bis zum Seitenwechsel ein offener Schlagabtausch. Mundenheim legte vor, Dansenberg glich aus. „Wir wussten, dass Dansenberg sehr heimstark ist und haben uns auf einen starken Gegner eingestellt. Das Spiel wäre sicherlich schon früher in unsere Richtung gelaufen, wenn Markus Seitz im ersten Durchgang nicht so gut gehalten hätte“, sagte VTV-Coach Steffen Schneider mit Blick auf die zwölf Fahrkarten seiner Mannschaft im ersten Durchgang. Das letzte Wort vor der Pause hatte seine Mannschaft, die durch einen von Tim Schmieder verwandelten Siebenmeter eine knappe 12:11-Führung mit in die Kabine nahm.

Partie kippt beinahe

Besser als Schmieder, der drei seiner insgesamt fünf Tore per Strafwurf erzielte, traf bei den VTV nur der sechsfache Torschütze Aaron Schleidweiler. Auf der Gegenseite war es vor allem Marco Holstein, der im Spiel nach vorne die Akzente setze. Der Rückraumlinke erzielte acht Tore. Die Mundenheimer erwischten nach der Pause den besseren Start und zogen über 13:11 auf 17:12 (37.) davon. Die junge Dansenberger Mannschaft von Trainer Sebastian Wächter ließ sich durch den Fünf-Tore-Rückstand jedoch keineswegs entmutigen. Beflügelt vom jetzt auftrumpfenden Marco Holstein, der sämtliche Tore beim 5:2-Lauf seiner Mannschaft erzielte, verkürzten die Hausherren auf 17:19 (42.) und waren jetzt wieder in Schlagdistanz. Der Spitzenreiter konnte seine Führung zwar noch einmal auf vier Tore ausbauen, aber Dansenberg hatte jetzt Lunte gerochen. Mit vier Treffern in Folge kamen die Schwarz-Weißen acht Minuten vor dem Ende zum verdienten Ausgleich (22:22/52.). Mehr wurde es aber nicht, denn die erste Führung an diesem Abend sollte ihnen nicht vergönnt sein. Mundenheim hatte schließlich auch diesmal die passende Antwort parat. Die Gäste steckten auch den Ausgleichstreffer durch Alexey Wetz zum 24:24 (57.) weg.

„Obwohl es am Schluss noch einmal eng wurde, hatte ich nie das Gefühl, dass wir das Spiel verlieren könnten. Dazu waren wir über weite Strecken der Partie einfach zu dominant und tonangebend“, stellte Steffen Schneider klar. Nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Dansenbergs Pascal Theuer nutzten die Gäste letztendlich die Gunst der Stunde, um durch zwei Überzahltore den zehnten Sieg im zehnten Spiel zu holen und die alleinige Tabellenführung zu verteidigen.

So spielten sie

TuS Kl-Dansenberg II: Seitz (Tor), M. Holstein (8), Jung (5), T. Holstein (3), Wetz (4), Schulze (2), Hofmann, Wächter (je 1), Bold, Kurz, Kölsch, Heringer, Theuer

VTV Mundenheim: Kunz (Tor) A. Schleidweiler (6), Schmieder (5/3), Naas (4), Schneider (3/1), Wilbrandt (3), S. Schleidweiler (2), Binnes, Thielmann, Schneider (je 1), Pönisch, Hannes, Deege.

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