Ludwigshafen RHEINPFALZ Plus Artikel Was ein Paar aus der Gartenstadt zur Forderung für flächendeckendes Tempo 30 sagt

Sehen die Debatte um Tempo 30 entspannt: Andreas Jäckel (links) und Partnerin Luisa Dieckmann im Gespräch mit Volker Endres.
Sehen die Debatte um Tempo 30 entspannt: Andreas Jäckel (links) und Partnerin Luisa Dieckmann im Gespräch mit Volker Endres.

Irgendwo in LU: Andreas Jäckel (55) und Luisa Dieckmann (26) aus der Gartenstadt zur Tempo-30-Debatte. Er ist bei Abbvie beschäftigt, seine Partnerin bei der BASF.

Mir ist ihr T-Shirt aufgefallen. Allerdings dachte ich zunächst an die lokale Musikgruppe „The Busters“. Jetzt aus der Nähe sehe ich, dass es sich um die „Ghostbusters“ aus dem gleichnamigen Film handelt. Sind Sie Comic-Fan?
Jäckel: Eigentlich nicht. Aber ich verfolge einen T-Shirt-Versand, der in regelmäßigen Abständen einen „Mystery-Sale“ macht. Da bezahlt man fünf, sechs Euro und bekommt dafür ein qualitativ gutes T-Shirt mit einem Motiv, das man erst erfährt, wenn man das T-Shirt zu Hause auspackt. Aber die Hemden sind gut, und wenn einem das Motiv nicht gefällt, kann man es ja immer noch für die Gartenarbeit anziehen. Von der Band habe ich noch nie gehört.

Sie leben schon lange in der Gartenstadt?
Dieckmann: Mittlerweile seit acht Jahren. Vorher haben wir in Mutterstadt gewohnt.

Es gibt Parteien, die fordern in der Gartenstadt flächendeckend Tempo 30. Wie stehen Sie dazu?
Jäckel: Bei uns vor der Haustür ist zwar nicht 30, aber durch die Bodenwellen kann man dort eigentlich nicht schneller als 30 fahren. Ich sehe das eigentlich entspannt. Ich bin aus dem Alter heraus, in dem man unbedingt zu schnell fährt. Ich würde es also eher befürworten.

Frau Dieckmann, mit 26 Jahren ist man eventuell noch in dem Alter drin. Wie sehen Sie Tempo 30?
Jäckel: Das Auto meiner Frau kann sowieso nicht viel schneller fahren.

Dieckmann: Das stimmt nicht, ich würde sogar noch 120 Kilometer pro Stunde schaffen. Aber ich bin eigentlich gegen eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung. Ich glaube, in der Stadt kann man sowieso nicht schnell fahren. Dafür braucht es keine gesonderte Regelung.

Jäckel: Für Autos macht es vielleicht keinen Unterschied, ob sie 30 fahren, weil sie es müssen, oder weil der Verkehr ohnehin nicht mehr zulässt. Aber vielleicht wäre es ja ein Gewinn für Radfahrer, Fußgänger und Tiere.

An was für Tiere denken Sie?
Jäckel: Wir haben zwei Katzen. Die lassen wir aber nicht ins Freie. Ich habe gelesen, dass die Lebenserwartung von Freigängern im Durchschnitt bei drei oder vier Jahren liegt und Katzen, die in der Wohnung bleiben, durchschnittlich über 15 Jahre alt werden. Wir hatten auch mal eine Katze, die rausdurfte. Die ist irgendwann nicht mehr aufgetaucht. Wir wissen nicht, was aus ihr geworden ist.

Beim Pharmakonzern Abbvie wurden neulich zwei Uhus ausgewildert. Geht es den Vögeln gut?
Jäckel: Ja, die Aktion habe ich mitbekommen. Aber ich habe die Uhus seither nicht mehr gesehen.

Tagsüber wird man die wohl auch nicht so oft zu Gesicht bekommen.
Jäckel: Und nachts bin ich nicht in der Firma. Ich kann also nicht sagen, wie es den Uhus geht oder ob sie noch da sind.

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