Handball
Was die VTV Mundenheim so unberechenbar macht
Mit einem Sieg im Spitzenspiel gegen Kaiserslautern-Dansenberg haben die Mundenheimer einen weiteren Konkurrenten distanziert. Simon Schleidweiler glaubt aber nicht, dass die Gastgeber deshalb die Konzentration verlieren. „Wir haben in Dansenberg zwar gewonnen, aber das war bei weitem nicht unser bestes Spiel. Wir hätten gerne ein echtes Zeichen gesetzt. Das ist uns nicht gelungen“, ärgerte er sich.
Dieses Zeichen erhofft sich der Student nun am letzten Spieltag des Jahres. „Damit würden wir uns gerne von unseren eigenen Zuschauern verabschieden.“ Der Rückraumschütze selbst kann und will wieder seinen Teil dazu beitragen. Gemeinsam mit Max Schneider und 51 Treffern führt er nach zehn Spieltagen die interne Torschützenliste an.
Eine Zahl, die ihm selbst aber nicht so wichtig ist. „Ich versuche der Mannschaft zu helfen“, sagt er. Wer dabei dann die nötigen Tore erzielt, sei uninteressant. „Es ist ja gerade eine unserer Stärken, dass wir auf allen Positionen gefährlich sind.“ Dafür spricht, dass fast in jeder Oberliga-Partie der komplette eingesetzte Kader auch auf der Torschützenliste steht – und, dass fast nach jedem Spiel ein anderer Mundenheimer die meisten Tore erzielt hat. „Ich selbst nehme mir auf alle Fälle vor dem Anpfiff nie eine bestimmte Anzahl vor. Ich gehe einfach locker ins Spiel und lasse alles auf mich zukommen“, sagt Schleidweiler. So will es der 24-Jährige auch am Samstag handhaben.
Schlüssel des Erfolges
Der Schlüssel für den Erfolg liege ohnehin am anderen Ende des Spielfeldes. „Wir halten uns diszipliniert an die Vorgaben der Trainer, und wir stellen eine konstant gute Abwehr, die im Zusammenspiel mit den Torhütern auch echt gut funktioniert“, betont er. Denn tatsächlich stellen die VTV als Spitzenreiter nur den sechstbesten Angriff der Liga – aber die aktuell mit Abstand beste Abwehrreihe.
Auch deshalb haben sich die VTV noch nicht so sehr mit dem kommenden Gegner befasst. „Wir konzentrieren uns zunächst einmal auf uns. Dann hat es jeder Gegner schwer“, sagt Schleidweiler, der in seiner fünften Saison für die VTV aufläuft und das Selbstvertrauen des Vereins mittlerweile ausstrahlt. „Ich glaube, dass ich aktuell meine bislang stärkste Saison spiele.“ Das will er auch gegen Mülheim zeigen.