Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Warum die SG Ottersheim eine Nummer zu groß ist für Mundenheim

Für die Mundenheimerin Sofie Heiser (Mitte) war das Spiel gegen die SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam vorzeitig beendet – u
Für die Mundenheimerin Sofie Heiser (Mitte) war das Spiel gegen die SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam vorzeitig beendet – und zwar schmerzhaft.

Die Oberliga-Spitzenmannschaft der SG Ottersheim/Bellheim/Kuhardt/Zeiskam war eine Nummer zu groß für die Handballerinnen der VTV Mundenheim. Die Gastgeberinnen unterlagen verdient mit 19:26 (9:14). Und trotzdem wäre mehr für die Mannschaft von Trainer Thorsten Engert drin gewesen.

„Nur 26 Gegentore gegen einen so starken Angriff ist ordentlich, aber 19 Tore sind in eigener Halle einfach zu wenig“, bilanzierte Engert und lag damit richtig. Trotzdem war es nur ein Teil der Wahrheit, denn die Gäste erlaubten sich den Luxus, von sieben Siebenmetern nur einen einzigen zu verwandeln. Zudem gingen sie mit ihren Chancen auf Gegenstöße ebenfalls verschwenderisch um, beließen es vor rund 50 Zuschauern beim ungefährdeten Sieben-Tore-Vorsprung.

Aber Engert lag trotzdem richtig, denn in der stärksten Phase zeigten die Gastgeberinnen in Halbzeit zwei, zu was sie eigentlich in der Lage sind. Mit Tempo und Selbstbewusstsein verkürzten die VTV innerhalb von nur sieben Minuten von 11:18 (43.) auf 17:20 (49.). Marlen Wehr (3), Sabine Mayer (2) sowie je ein Treffer durch Sofie Heiser und Johanna Werthmann – und es lag der Hauch eines Anflugs einer überraschenden Aufholjagd in der Luft. Zumal der Favorit ein wenig Nerven zeigte, auch den nächsten Angriffsball verschenkte. Aber dieser Hauch verflog so schnell wie er gekommen war. Und das auf überaus schmerzhafte Weise. Bei einem unglücklichen Zusammenprall zwischen der heranstürmenden Sofie Heiser und der sich entgegenstellenden Mona Reichling in der Abwehr wurden nicht nur die Kräfte-, sondern auch die Größenverhältnisse auf dem Feld deutlich. Zwar prallten die Spielerinnen mit dem Kopf gegeneinander, aber Reichling konnte nach dem Kinntreffer weiterspielen, während es die Mundenheimerin an der Nase wesentlich schmerzhafter erwischte. Für sie war das Spiel beendet, und auch im Angriffsspiel der VTV war ein spürbarer Bruch. Zwei Ballverluste später führte die Spielgemeinschaft deutlich mit 23:17.

„Wir haben nur rund zehn Minuten das gespielt, was wir uns vorgenommen hatten. Das genügt gegen eine Mannschaft mit dieser Qualität natürlich nicht.“ Da müsse die Mannschaft mindestens 45 Minuten mit dem angedeuteten Tempo und Durchsetzungsvermögen spielen. „Dann kann man sich auch eine Viertelstunde gönnen, in der es nicht so gut läuft.“ Mit dem umgekehrten Verhältnis der Spielanteile sei das allerdings nicht zu machen. Und Engert hatte einen weiteren Grund für die Niederlage ausgemacht: „Wir haben viel zu viele Bälle in den Block geworfen.“ Damit meinte er vor allem die Phase im ersten Durchgang, in dem die Gäste aus einem 5:4 einen 10:5-Vorsprung machten. Was bei den Größenvorteilen der Gäste wie eine Binsenweisheit klang war eine Kritik an sein Team: „Wir haben es nicht geschafft, die Abwehr in Bewegung zu bringen und am Block vorbeizukommen.“ Ein weiterer Grund für die verdiente Niederlage, bei der irgendwie aber auch mehr drin gewesen wäre.

So spielten sie

VTV Mundenheim: Hofmann – Heiser (4), Mayer (2), Götz (2) – Tines (1), Wehr (5/2) – Köbele – Weingarte (1), Michel (1), Butz (1), Wendler, Werthmann (2)

Spielfilm: 4:5 (11.), 5:12 (23.), 9:14 Hz., 10:16 (38.), 12:19 (44.), 17:20 (49.), 17:23 (53.), 19:26 Ende - Zeitstrafen: 2:2 – Siebenmeter: 3/2 – 7/1 - Beste Spieler: Hofmann – Sefrin, Schmidt, Baldauf - Zuschauer: 50 - Schiedsrichter: Weiler/Bentz (Kandel/Eckbachtal).

x