Fußball
Warum der Sportchef des FC Arminia viel zu tun hat
Markus Impertro wird in den nächsten Wochen alle Hände voll zu tun haben. „Eigentlich ist ein Unentschieden gegen den TuS Koblenz ein gutes Ergebnis. Da wir aber auf den vorletzten Tabellenplatz zurückgefallen sind, erhöht sich der Druck“, sagt der Sportliche Leiter des Fußball-Oberligisten FC Arminia Ludwigshafen. Dass die Mitkonkurrenten im Abstiegskampf, FV Dudenhofen (1:1 in Worms), TSV Gau-Odernheim (2:2 beim 1. FC Kaiserslautern) und FV Diefflen (2:0 gegen FC Emmelshausen-Karbach), unerwartet gepunktet haben, verschärft die Situation. „Deshalb zählt gegen den Tabellenletzten FV Eppelborn nur ein Sieg“, weiß Impertro. Alles andere würde die Chancen auf Klassenverbleib auf den Nullpunkt sinken lassen. Das Kellerduell wird am Mittwoch, 19 Uhr, auf der Bezirkssportanlage Rheingönheim angepfiffen.
Trainer Gimmy „optimale Lösung“
Für den Sportchef, seit Langem ein Gesicht des FCA und seit über zwei Jahrzehnten der wichtigste Mann im operativen Geschäft, bei dem die Fäden zusammenlaufen, beginnen jetzt arbeitsreiche Tage. „Für mich ist es die schwerste Saison in der Oberliga, weil wir schon den vierten Coach haben. Eine Trennung von einem Übungsleiter ist immer aufreibend und unangenehm“, verdeutlicht der 62-jährige Funktionär. Er habe zu allen Trainern, die in dieser Runde an der Linie standen, ein persönliches und gutes Verhältnis. Er telefoniere auch noch regelmäßig mit ihnen, wobei die aktuelle Lage in den Gesprächen außen vor bleibe.
„Zunächst hatte Priorität, die Trainerfrage für die restlichen Spiele zu beantworten. Ich glaube, das ist uns mit der Lösung Ralf Gimmy optimal gelungen“, erläutert Impertro. Jetzt gelte es, die Zukunft zu planen und die Besetzung des Trainerpostens für die Saison 2026/27 zu forcieren. Das ist aktuell die vordringlichste Aufgabe. Auch deswegen, weil die Schwarz-Weißen nicht wissen, in welcher Liga sie in der kommenden Spielzeit auflaufen werden. Außerdem ist es laut Impertro von Vorteil, den interessierten Akteuren, die zur Arminia kommen wollen oder auch denen, die bleiben, sagen zu können, wer das Team künftig trainieren wird.
15 Spieler haben zugesagt
„Ich bin mit einigen Spielern in aussichtsreichen Verhandlungen. Der eine oder andere will aber nur zu uns kommen, wenn wir in der Oberliga spielen“, berichtet Impertro. Er hofft, dass es ihm gelingt, diese Kandidaten trotzdem zu einer Zusage bewegen zu können, zumal die Entscheidung Abstieg oder Klassenverbleib möglicherweise erst Ende Mai oder später fallen kann. Aktuell habe der FC Arminia ligaunabhängig die Zusage von 15 Spielern. Geplant ist ein etwas kleinerer, aber qualitativ starker Kader von 22 Akteuren.