Handball
VTV Mundenheim siegen 27:26 nach großem Kampf
Ausnahmsweise saß Marcus Muth für die Mundenheimer Damen auf der Trainerbank. Thorsten Engert fehlte aus persönlichen Gründen. Was er zu sehen bekam, gefiel dem Trainer der Mundenheimer A-Juniorinnen nur zum Teil. „Wir haben nicht das umgesetzt, was wir uns eigentlich vorgenommen hatten.“
So wollten die Gastgeberinnen die individuell starken, aber personell angeschlagenen Gegnerinnen vor allem mit viel Tempo förmlich überrennen. „Das hat nicht geklappt.“ Stattdessen ließen sich die körperlich unterlegenen Mundenheimerinnen das Spiel förmlich aufdrücken. Lange und zermürbende Angriffsserien der Gäste aus dem Saarland, entweder abgeschlossen von Nathalie Wagner aus dem Rückraum oder der unbestrittenen Chefin auf dem Feld, der ehemaligen slowakischen Internationalen, Yuliya Kucerova.
Über die 30-Jährige ging praktisch jeder Spielzug der Gäste, sie hatte mit ihren zehn Treffern (10/3) maßgeblichen Anteil an der zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Führung direkt nach der Pause (14:19, 37.). Was die Spielmacherin im linken Rückraum wert ist, wurde aber in den folgenden Minuten deutlich. Da erhielt sie nämlich eine kurze Verschnaufpause. Fünf Minuten, die den VTV für die Wende reichten. Frederike Götz, Hanna Weingarte, Charlotte Lohr und zweimal Linda Götz drehten den Rückstand in eine 20:19-Führung (45.).
Luna Gebhard pariert zum richtigen Zeitpunkt
Daran änderte auch nichts, dass die Gäste sieben Minuten vor dem Ende noch einmal mit zwei Treffern in Führung gingen. Bei der kurzen Bank und deutlich erkennbaren konditionellen Defiziten gehörte die Schlussphase den VTV. Letztlich aber nicht nur deshalb, sondern weil mit Luna Gebhard unerwartet eine Spielerin in den Mittelpunkt rückte. Gebhard war bis vor einem Jahr noch Junioren-Torhüterin der Fußballerinnen von Wormatia Worms, war durch Krankheiten und Verletzungen unversehens in die Startaufstellung gerückt. Bis dahin hatte sie gegen den Rückraum aus Köllertal keinen leichten Stand gehabt, brachte es bis dahin auf acht Paraden. Zwei Minuten vor dem Ende beim Spielstand von 25:25 parierte sie mit Glück und Geschick aber den Wurf von Kucerova, machte damit den Weg frei für die entscheidenden Treffer von Lohr und vor allem von Johanna Werthmann 31 Sekunden vor Schluss. Diesen Vorsprung brachten die Mundenheimerinnen ins Ziel.
Damit war letztlich auch Trainer Muth zufrieden: „Köllertal ist ein unbequemer Gegner mit individueller Qualität, aber wir haben trotzdem einen Weg gefunden, diese Mannschaft zu schlagen.“
So spielten sie
VTV Mundenheim: Gebhard - Heiser (4), Wehr (5/1), Frederike Götz (1) - Tines, Lohr (9/3) - Köbele - Weingarte (2), Werthmann (5), Bohn, Linda Götz (1), Mayer, Reis Spielfilm: 4:3 (9.), 7:5 (14.), 13:15 (Halbzeit), 14:19 (37.), 20:19 (45.), 21:23 (50.), 24:25 (56.), 27:26 (Ende) - Zeitstrafen: 4:5 - Siebenmeter: 5/4 - 3/3 - Beste Spieler: Werthmann, Köbele - Kucerova - Zuschauer: 50 - Schiedsrichter: Koob/Krause (Mutterstadt/Ruchheim).