handball RHEINPFALZ Plus Artikel VTV-Frauentrainer Engert: „Punkte eingeplant und abgeholt“

Steuerte insgesamt vier Treffer zum VTV-Sieg bei: Jacqueline Tines (gelbes Trikot), hier beim Torerfolg zum 3:0.
Steuerte insgesamt vier Treffer zum VTV-Sieg bei: Jacqueline Tines (gelbes Trikot), hier beim Torerfolg zum 3:0.

In der Oberliga feierten die Damen der VTV Mundenheim den erwarteten Heimsieg gegen den TV Welling. Dieser fiel gegen die dezimierten Gäste mit 35:15 (15:7) sogar noch ein wenig deutlicher aus als ursprünglich erwartet. Eine Viertelstunde vor dem Ende war die Kondition der Gäste endgültig erschöpft.

Thorsten Engert dürfte in seiner Trainerkarriere wohl nur wenig ähnlich entspannte Spiele verbracht haben. Eigentlich war die Partie bereits nach zehn Minuten gelaufen, denn da führten seine VTV-Damen mit 7:1.

Welling kam mit dem Harz in der Halle ganz offensichtlich gar nicht zurecht und hatte außerdem kaum personelle Alternativen. Ohnehin nur mit einer Ersatzspielerin auf dem Feld angereist, verletzte sich nach einer guten Viertelstunde auch noch eine weitere Akteurin. Dies raubte der Mannschaft von Jörg Mehlem auch noch die letzte Gelegenheit für eine mögliche Verschnaufpause. Die verbliebenen Akteurinnen mussten durchspielen, während die VTV dank der Unterstützung aus der eigenen A-Jugend munter wechseln und die Kräfte verteilen konnte.

VTV-Torfrau Katrin Meiszis starker Rückhalt

Immerhin: „Wir wollten das Tempo hochhalten und waren bis zum Ende konzentriert“, lobte Engert. Die VTV erlaubten sich tatsächlich nur wenige Auszeiten. Nach dem 11:4 (17.) durch die mit elf Treffern überragende Marlen Wehr dauerte es trotz zwischenzeitlicher Überzahl tatsächlich fünf Minuten bis zum nächsten Treffer, und direkt vor der Pause gab es nach dem 15:6 (26.) von Jaqueline Tines eine weitere vierminütige Torflaute. Letztlich fiel das alles nicht sonderlich ins Gewicht, die Kräfteverhältnisse waren zu eindeutig verteilt.

Aus dem Spiel heraus blieben die Wellinger Spielzüge vorhersehbar. Am gefährlichsten waren die Gäste von der Siebenmeterlinie. Gleich zwölf Mal hatten sie von hier die Gelegenheit zur Ergebniskosmetik. Acht Tore und damit mehr als die Hälfte gingen auf das Konto von Strafwürfen. Aber vier Mal konnte Katrin Meiszis im VTV-Tor auch parieren. Überhaupt nutzte die Mundenheimer Torfrau ihre Bewährungschance nach langer Verletzungspause und war der erhofft sichere Rückhalt.

Auch Lena Sophie Stitzel nutzte ihre Einsatzzeit. Mit drei Treffern deutete die A-Jugend-Spielerin bei ihrem erst zweiten Einsatz bei den Aktiven ihr großes Potenzial an, was nicht nur Damentrainer Thorsten Engert, sondern auch A-Jugend-Trainer Marcus Muth auf der Tribüne zufrieden registrierten. Engerts knappes, zutreffendes Fazit: „Ansonsten waren diese Punkte eingeplant, und wir haben sie abgeholt. Mehr gibt es zu diesem Spiel eigentlich nicht zu sagen.“

So spielten sie

VTV Mundenheim: Meiszis - Heiser (4), Wehr (11/2), Reis (5) - Tines (4/1), Weingarte (2) - Köbele - Michel (2), Linda Götz (1), Mayer, Stitzel (3), Frederike Götz (4)

Spielfilm: 7:1 (10.), 11:5 (20.), 15:7 (Halbzeit), 21:10 (40.), 22:13 (44.), 27:13 (52.), 35:15 (Ende) - Zeitstrafen: 3:3 - Siebenmeter: 5/3 - 12/8 - Beste Spieler: Meiszis, Wehr - Daun, Gilgenbach - Zuschauer: 69 - Schiedsrichter: Stadelmeier/Antosch (Gonsenheim).

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